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Warum wird der Zweck des deutschen Bikinis verschwiegen?




Es ist Frühlings- und Sommerzeit.
Und da kommt der Bikini (Zweiteiler), als Badekleidung, bei vielen Frauen zum Einsatz.
Wer diesen Bikini erfand und welcher Zweck dahinter steckte, darüber machen sich die wenigsten Gedanken.

Wenn man im Internet über den Bikini nachforscht, dann stößt man immer auf die gleichen Aussagen.
Es wird z. B. behauptet, daß der Bikini erst 1946, durch den französischen Maschinenbauingenieur, Louis Réard, der Weltöffentlichkeit vorgeführt wurde und dadurch in Mode kam. Die Bezeichnung Bikini soll dem Bikini-Atoll geschuldet sein.
Es wird dann auch kurz darauf hingewiesen, daß es bereits im alten Griechenland diesen Zweiteiler gab.
Der ursprüngliche deutsche (Wieder-)Erfinder, Valentin Lehr, aus Freiburg im Breisgau, wird in einem Nebensatz erwähnt. Doch es wird sofort darauf hingewiesen, daß der Zweiteiler in den USA, in den 20iger Jahren des 20. Jahrhunderts, weiter entwickelt wurde und als "Palm Beach Combination" herauskam.
(Als Schelm fällt einem da unwillkürlich der Patentraub, der bereits nach dem ersten Weltkrieg, durch die Alliierten vollzogen wurde, ein.)
Selbstverständlich, und dies darf nicht fehlen, war der Zweiteiler während der 30iger und 40iger Jahre des 20. Jahrhunderts in Deutschland verpönt. Doch war dem wirklich so? Wir kommen später nochmals darauf zurück.

Viel mehr andere Infos zum Bikini findet man im Internet nicht. Auch in Heft- und Buchform werden immer wieder die gleichen Phrasen abgespult. Es wird sogar die These angeführt, daß es bei dem Bikini um die Gleichstellung der Geschlechter geht.

Versuchen wir nun die Puzzelstückchen, die zu finden sind, zusammenzufügen. Denn anscheinend ist der Bikini ein streng gehütetes Geheimnis.
Über den deutschen Erfinder, Valentin Lehr, erfährt man nur soviel, daß er ein Lebensreformer war, der den Zweiteiler (wieder) erfand, um die gesundheitsfördernde Sonneneinwirkung nicht zu beeinträchtigen. Also etwas sehr gutes für den menschlichen Körper.
So wie die Pflanze und das Tier, bedarf der Körper des Menschen der Sonnenkraft, um gesund und stark zu sein.

Dr. Thedering (Buch "Sonne als Heilmittel") schreibt: "Die Allgemeinwirkung des Lichts, sein Einfluß auf das Blut und die Stoffwechselvorgänge beruhen auf der Fähigkeit der Strahlen, die Gewebe zu durchdringen und vom Blut abgefangen, 'absorbiert' zu werden, so daß sich das Blut mit strahlender Energie belebt". Ergänzend dazu: "Die Gesamtheit der im Sonnenlicht schwingenden Ätherwellen, die Verbindung von Rot und Violett, von wärmewirkenden und zellanregenden Strahlen umschließt das Geheimnis der Sonnenheilkraft. Daher ist auch die Sonne der Ebene heilkräftig, man kann sein Sonnenbad nehmen überall, wo die Sonne scheint, auch zu jeder Jahreszeit".

Dr. Rollier (Leysin) schreibt: "Im Sonnenbad wird die Haut in unmittelbaren Kontakt mit Licht und Luft, diesen Faktoren des Lebens, versetzt. Wird die Haut einer methodischen Besonnung unterzogen, so erfolgt eine Anregung ihrer natürlichen Funktionen, die dem normalen Spiel der Körperkräfte so unentbehrlich sind. Es wird auch allgemein angenommen, daß das von der Sonne in der Haut hervorgerufene Pigment (Bräunung) an der Umformung der Lichtenergie in Lebensenergie teilnimmt und praktisch gesprochen eine Art Kraftaufspeicher darstellt. Die Erfahrung zeigt in der Tat, daß die Widerstandskraft eines Menschen in der Regel dem Grad seiner Fähigkeit zur Pigmentierung (Bräunung) entspricht. Schon Hippokrates hat diese Beobachtung vor mehr als 2000 Jahren gemacht, als er das Sonnenbad zur Hebung der Körperkräfte verordnete. Nach all dem Gesagten stellen wir zusammenfassend fest, daß die methodisch bestrahlte und pigmentierte Haut als das aktivste Verteidigungssystem des menschlichen Organismus zu betrachten ist".

Und Dr. Bircher-Benner fügt hinzu: "Es ist zu beachten, daß der Bedarf des menschlichen Organismus selbst mit der wohlbemessenen Zufuhr der bestqualifizierten Nahrungsmittel, eines einwandfreien Trinkwassers und einer reinen Atemluft noch nicht gedeckt ist. Wessen er zur vollwertigen Ernährung noch bedarf, das ist die Sonnenbestrahlung durch die Körperoberfläche in wohlbemessener Dosierung. Die Besonnung ist nicht nur Erwärmung, sondern vor allem lebensnotwendige Ernährung".

Die Sehnsucht nach Sonne und Licht ist also ein naturhafter instinktiver Trieb zu gesundem Leben.

Kurz ein Blick in die Vergangenheit.
Bereits unsere Vorfahren (Ahnen) hatten ein gesundes und natürliches Verhältnis zum Körper.
Männlein und Weiblein badeten gemeinsam in natürlichen Gewässern nackt. Es war selbstverständlich, denn die Frau war gleichberechtigt und wurde geachtet. Die heutige, schon fast krankhafte Sexualisierung gab es dort nicht. Es galt die Keuschheit und Reinheit möglichst lange zu bewahren. Dieses natürliche Verhältnis war auch bei anderen Naturvölkern vorhanden.
Im Alltag trug man Tierfelle, kleine Wildschnurren oder leichte Überwürfe.
Noch bis ins Mittelalter, zur großen Ritterzeit, trug man leichte Kleidung. Körperliche Hygiene war eine Selbstverständlichkeit. Erinnert sei hier nur an die Badestuben in den Burgen, wie auch die öffentlichen Badehäuser um das Jahr 1000.

Der Bruch muß dann im 16. Jahrhundert geschehen sein.
Erinnert sei hier nur an das Frauen- und Gesundheitsfeindliche Weltbild Martin Luthers, sowie an den 30ig jährigen Krieg. Unter der evangelischen Kirche wurde die Verbrennung der weisen Frauen fortgesetzt, wie auch die Vernichtung des alten Brauchtums. Martin Luther verurteilte das Schwimmen und öffentliche Baden. Nach unseren Nachforschungen war der 30ig jährigen Krieg der größte Umbruch für Europa, der alles Natürliche und Göttliche auf den Kopf stellte.
Das öffentliche Baden, gerade nackt, galt ab dann als Sünde. Dagegen wurden Jene als Heilige verehrt, die sich nicht wuschen oder badeten. Hier sei nur an die sog. heilige Elisabeth gedacht.
Später puderte man sich unter Perücken, Reifröcken und hohen Stehkragen ein, statt sich zu waschen und den Körper der Sonne auszusetzen.
Krankheiten und Seuchen waren damit Tor und Tür geöffnet. Wir sehen hier die erste Verdrehung des Natürlichen.

Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das öffentliche Baden als Heilwirkung wieder ins Bewußtsein gebracht. Dieser Zeitraum ist die Geburtsstunde der Badekleidung, denn im Mittelalter kann man diese noch nicht.
Zu Anfang ging man noch fast völlig bekleidet ins Wasser und damit in die Sonne, was völlig sinnlos war, da es die Gesundheit nicht förderte.
Am Beginn des 20. Jahrhunderts lehnte sich die Jugend gegen verdrehte Überlieferungen und angebliche Moralvorstellungen immer mehr auf. Der Weg zurück zum Ursprung brach sich Bahn. Bei vielen Jugendbewegungen (Jungen und Mädchen zusammen) zeigte sich wieder ein natürliches Verhältnis. Es wurde wieder mehr Sonne, Wind und Wasser an den Körper gelassen (Nackt baden war nicht unüblich). In dieser Zeit entstanden dann auch die Reformbewegungen, wie mit der Wiedererfindung des Zweiteilers von Valentin Lehr.

Richard Ungewitter schreibt in seinem Buch "Die Nacktheit - in entwicklungsgeschichtlicher, gesundheitlicher, moralischer und künstlerischer Bedeutung", von 1907, auf Seite 68, darüber: "Hier ist einer bahnbrechenden Neuerung zu gedenken, die Valentin Lehr in Freiburg i. Br. eingeführt hat; sie besteht in einem sowohl für Wasser- als auch für Luftbäder zu verwendenden Badekostüm aus 'porösem' Stoffe, das nur die Brust und Schamgegend bedeckt, Rücken, Taille, Hüften, Arme und Beine jedoch freiläßt und damit die Licht- und Sonnenwirkung nicht beeinträchtigt. Es wäre zu wünschen, daß von dem vernünftigen Teile unserer Frauenwelt diesem Badeanzug mit allem Nachdruck Eingang verschafft würde."


(Bildquelle: Buch "Die Nacktheit", Richard Ungewitter, Seite 68, Jahrg. 1907)
Erster Bikini, der von Valentin Lehr erfunden wurde.
Der Zweiteiler sieht schon sehr modern aus. Das Oberteil erinnert einem spotan an die heutigen Sport-Oberteile für Frauen.




Wie war nun die Einstellung in Deutschland, während der 30iger und 40iger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Bikini?
Folgende Bilder, sowie ein Modekatalog von 1938 sollen dies veranschaulichen.



Wohl am Wannsee bei Berlin



Wohl an am Wannsee oder Ostsee



Am Strand



Aus dem Spielfilm "Sophienlund" von 1943



Aus einem Modekatalog von 1938












Zusammenfassend: die Wiedererfindung des Bikinis (Zweiteiler) war einer der Schritte, um den Menschen wieder zur ganzheitlichen Gesundheit zurückzuführen.

Erst ab den 50iger und 60iger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der ursprüngliche Gedanke (Gesundheit!), der hinter der Bikini Wiedererfindung steckt, absichtlich verdreht und und in eine Schmuddelecke gesteckt.
Der Bikini galt nun nur noch als Sexsymbol (gemachte Skandale) und wurde mit niedrigsten Begierden gleichgesetzt. Die angebliche Gleichstellung der Frau durfte selbstverständlich nicht fehlen.
Die Verdreher und Verfälscher waren, und sind bis heute, jene dunkle Gestalten, die Gründer der Frankfurter Schule. Diese dunklen Gestalten, die keinen göttlichen Lichtfunken besitzen, haben uns die sog. 68er Bewegung beschert, die alles auf den Kopf stellte und verdrehte.
Erinnert sei hier nur an das "Peacezeichen", das eigentlich die Todesrune darstellt. Doch wenn man dies Zeichen umdreht, ist es die Lebensrune.
Und die Verdrehung geht bis heute unermüdlich weiter. Erinnert sei hier an das Gendern oder die Zerstörung der Familien, wie auch das ewige Einhämmern, daß das Kranke gesund und das Häßliche schön sei.

Es liegt an uns selbst allein, die unnatürliche Verdrehung zu erkennen und wieder ins Gesunde, Natürliche und Sonnenhafte umzudrehen und damit die Rückverbindung (Religion) zum Göttlichen wiederzuerlangen.

"Vielleicht kann man den Geist der Alten dadurch charakterisieren,
daß sie durchgängig und in allen Dingen bestrebt waren,
so nah wie möglich der Natur zu bleiben; und dagegen den Geist
der neuen Zeit durch das Bestreben, sich so weit wie möglich von
der Natur zu entfernen". (SCHOPENHAUER, 1788-1869)


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