Zurück


Gefährdung durch Kohlensäure?


Wir hatten uns schon seit längerem immer wieder gefragt, warum wird in Wasser oder Fruchtgetränken Kohlensäure hinzugefügt.  Dies nur, damit es sprudelt?
Einer unserer Mitarbeiter war vor einiger Zeit bei der Niedernauer-Quelle/Rottenburg-BW.
Dort kostete er das Wasser, das aus einer Heilquelle bis heute immer noch fließt.
Es schmeckte ihm köstlich und an der Heilquelle war ein Schild angebracht auf dem unteranderem stand, daß das Wasser gegen Magenbeschwerden helfen würde.  Er berichtete uns, daß er nach dem trinken dieses Wassers sich innerlich sehr gut fühlte.  Auffallend ist, daß neben der Quelle eine Fabrik steht, die das ursprüngliche Wasser mit Kohlensäure versetzt und verkauft.  Was soll das?  Warum kann man das Wasser nicht in seiner "heilenden Form" verkaufen?  Warum ist es heute so, wenn ich im Restaurant Wasser bestelle, ich Kohlensäurehaltiges bekomme?  Und wenn ich stilles Wasser bestelle, dort immer noch ein bißchen Kohlensäure enthalten ist?
Ist es etwa so, daß ich in die Natur fahren muß, um Wasser ohne Kohlensäure zu bekommen? 
Weshalb zuviel Kohlensäure der Gesundheit schaden kann, entnimmt man dem folgenden Bericht.

 die WFG-Schriftleitung





(Quelle:  nano.online+3sat online  vom 03/01/2001)

Kohlensäure kann Gesundheit gefährden
Europäische Grenzwerte für Koservierungsstoffe zu niedrig

Lebensmittel, die mit Natriumbenzoat und Kaliumsorbat haltbar gemacht werden, sind gesundheitlich nicht unbedenklich.  Dies gilt vor allem dann, wenn sie, wie kohlensäurehaltige Getränke, literweise genossen werden.  Dies belegt eine Studie von Forschern der Technischen Universität Tallinn und des Instituts für chemische und biologische Physik in Tallinn.
Mit Kaliumsorbat werden Käse (an der Oberfläche), Fleisch-und Wurstwaren sowie Getränke behandelt, um sie haltbar zu machen.  Natriumbenzoat ist ein antimikrobielles Konservierungsmittel, das vor allem für Getränke verwendet wird.  Wie viel von diesen Konservierungsmitteln jeweils verwendet werden darf, variiert von Land zu Land. Die Tallinner Forscher zeigen in ihrer Untersuchung auch, daß die europäischen Bestimmungen laxer sind als die alten sowjetischen.
Um die Giftigkeit der beiden Substanzen zu testen, führten die Forscher Experimente durch, in denen die Wirkung von Natriumbenzoat und Kaliumsorbat auf Photobakterien, Aufgusstierchen(Infusorien), Krebstiere und grüne Mikroalgen getestet wurden.  Die erhaltenen Daten verglichen sie mit Daten aus der Literatur, die die Wirkung auf Säugetiere (Ratten, Mäuse, Kaninchen und Hunde) belegen.  Bei den Photobakterien erwies sich das Benzoat als zehnmal giftiger als das Sorbat, bei den Algen war es zweimal so giftig und bei den Säugetieren war es viermal so giftig wie Kaliumsorbat.  Nur bei den Aufgusstierchen war das Sorbat zwei- bis viermal giftiger als das Benzoat.
Als die für den Menschen maximal zuträglichen Tagesmengen dieser beiden Konservierungsstoffe festgelegt wurden, trug man der unterschiedlichen Schädlichkeit durchaus Rechnung:  Für Benzoat liegt die Höchstmenge bei fünf Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und für Sorbat bei 25 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.  Die zulässigen Höchstwerte in Nahrungsmitteln sind nach EU-Normen für beide Koservierungsstoffe gleich, nämlich nicht mehr als 2000 Milligramm pro Kilogramm des betreffenden Lebensmittels.  Geht man davon aus, daß die Höchstwerte von der Nahrungsmittelindustrie  auch ausgenutzt werden, dann hat man nach dem Genuss von einem Liter kohlensäurehaltigem Getränk und einer Mahlzeit aus Käse und mayonnaisehaltigen Salaten die für den Menschen zuträgliche Höchstmenge mehrfach überschritten, wenn man die EU-Normen zugrundelegt.
Vor einiger Zeit hat Estland die Standarts der Europäischen Union übernommen und sich von den alten sowjetischen Richtlinien verabschiedet.  Diese aber waren sehr viel strenger.  Hier durfte die zulässige Konzentration der beiden Konservierungsstoffe in Lebensmitteln 1000 Milligramm pro Lebensmittel-Kilogramm nicht übersteigen.  Die Tallinner Forscher empfehlen daher für Estland eine Rückkehr zu den Koservierungsmittelbestimmungen der alten Sowjetunion.





ANMERKUNG:  Auch auf einer Liste für Konservierungsstoffe von der UNI-Hannover(Dipl.-Inform. Ursula Rost) steht unter den Bestandteilen für Kohlensäure folgendes;

E 500 - Natriumcarbonat, Soda      
E 501 - Kaliumcarbonat
E 503 - Ammoncarbonat
E 504 - Magnesiumcarbonat
Kristalline Form der Kohlensäure.  Kann in hohen Dosen zu Erbrechen und Durchfall führen.