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Pharmalobby - Teil I


Hier stellen wir einen Bericht rein, um aufzuzeigen wie "besorgt" die Pharmalobby, vorallem in Europa, um unsere Gesundheit ist.  Dieser Artikel wurde uns zugesandt und wir bedanken uns dafür.
Viel "Freude" bei der Erkenntnis!

die WFG-Schriftleitung





(Quelle: Magazin "Der 3.Weg" - Juni 2000; von Bernd Hercksen)


Die Angst der Pharmakonzerne vor Gesundheitsinformationen

Ein internationales Pharmakartell will Gesundheitsinformationen zensieren und die UNO vor den Karren ihrer Profitinteressen spannen - ist auch Helmut Kohl in den "Vitaminskandal" verstrickt?

Fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit tickt in Berlin eine "Gesundheits-Zeitbombe":
Von NATO-Stacheldraht geschützt, soll dort vom 19. - 23. Juni dieses Jahres (2001!)
im "Bundesamt für gesundheitlichen Verbraucherschutz" eine "Codex Alimentarius Kommission" ein Gesetz mit folgendem Inhalt verabschiedet und der UNO-Vollversammlung zur Entscheidung vorgelegt werden:

1. Die Verbreitung von Gesundheitsinformationen über Vitamine, Aminosäuren, Mineralien und andere Naturstoffe zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten soll weltweit verboten werden.

2. Der Vertrieb von Vitaminen und anderen Naturstoffen, die die willkürlichen Richtwerte der Codex-Kommission überschreiten, soll weltweit untersagt werden.

3. Staaten, die diese Gesetzesvorlage nicht umsetzen und anwenden, sollen mit internationalen Wirtschaftssanktionen bestraft werden.


"Codex Alimentarius", das heißt auf deutsch "Lebensmittel-Gesetz", in diesem Falle geht es der Kommission aber um die Regelung von Nahrungsergänzungsmitteln, vor allem von Vitaminen.  DDW-Leser werden sich an den Beitrag "Vitamine bedrohen die Pharmaindustrie" (Ausgabe 6/99) erinnern, in dem es um die vorbeugenden Heilwirkung von Vitaminen bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen ging, die zu den häufigsten  Todesursachen in den Industrieländern gehören.

Würde es nach dieser geheimnisvollen Kommission gehen, dann hätte dieser Artikel in unserer Zeitschrift überhaupt nicht erscheinen dürfen - das Gesetz bedeutet eine weltweite Zensur für Gesundheitsinformationen über den Zusammenhang von Vitaminen und Gesundheit.  Das bestimmte Informationen " auf dem Index stehen" und ihre Weitergabe mit schweren Strafen bedroht werden, erinnert eher an mittelalterliche Inquisition oder faschistische Bücherverbrennungen als an unsere liberale Informationsgesellschaft, bei der sogar die Hersteller von dubiosen und gesundheitsschädlichen Schlankheitsmitteln ungestraft Werbung treiben dürfen, ohne daß deren Behauptungen zuvor geprüft würden.

Man fragt sich, warum hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, da doch kein einziger Fall bekannt wurde, bei dem eine Überdosis von Vitaminen gesundheitliche Schäden verursachte, während umgekehrt die vorbeugende Gesundheitswirkung von Vitaminen durch viele Studien belegt ist.
Des Rätsels Lösung: eine möglichst hohe Rendite der Pharma-Konzerne.  Drei Viertel der Mitglieder der Codex Alimentarius Kommission sind direkte oder indirekte Interessenvertreter der Pharma-Konzerne, die am Geschäft mit den Herz-Kreislauf-Mitteln jährlich weltweit rund eine Billion DM verdienen.  Dieser Markt droht langsam zusammenzubrechen:  In den USA ging die Zahl dieser "Volkskrankheiten" in den letzten drei Jahrzehnten um fast die Hälfte zurück, während sich der Vitamin-C Verbrauch vervielfachte.
In Europa wo der Vitaminverbrauch wesentlich geringer blieb, stieg die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen dagegen weiter an.

Der Zusammenhang von Pharma-Interessen und der Einschränkung des Vitaminverbrauchs ist in den USA besonders deutlich sichtbar.  1993 erschien dort ein populärwissenschaftliches Buch von Dr. Rath über die Gesundheitsbedeutung von Vitaminen, noch im gleichen Jahr versuchte das Pharma-Kartell, mit Hilfe einer gezielten PR-Kampagne die Grundlagen für die Umwandlung der Vitaminen von einer frei erhältlichen Nahrungsmittelergänzung zu einem Medikament zu legen.  Dank eines breiten Widerstandes in der Bevölkerung beschloß die US-Regierung 1994 ein Gesetz zur Vitaminfreiheit (Diatary Supplement Health and Education Act).

Ähnlich ist der Zusammenhang in Deutschland: Im Mai 1996 erschien das Buch von Dr. Rath "Warum kennen Tiere keinen Herzinfarkt - aber wir Menschen" , im Oktober 1996 traf sich die "Codex Alimentarius Kommission" in Bonn, um einen weltweiten Informationsboykott einzuleiten.  Die besondere federführende Rolle Deutschlands bei der Durchsetzung dieses Gesetzvorhabens überrascht nicht, sind doch hier drei Nachfolgekonzerne des deutschen Konzerns "IG Farben" ansässig: BASF, Höchst und Bayer.  Diese Konzerne fürchten um ihre hohe Rendite - ihre Aktienkurse stiegen in den letzten 10 Jahren doppelt so stark wie die von traditionellen Industrieunternehmen.

Besonders verstrickt in dieses unwürdige "Spiel" ist - wen wundert das - Altbundeskanzler Kohl.  Seine politische Karriere ist eng verbunden mit der BASF in seiner Heimatstadt Ludwigshafen.  1959-1969 war Kohl als Lobbyist beim Interessenverband der Chemischen Industrie angestellt.
Auch später blieb der Altkanzler nicht untätig, wenn die Interessen der Pharmaindustrie gefährdet waren.  Drei Tage nach der ZDF-Sendung  Frontal, die die Bevölkerung über die Vitamin-Forschungen von Dr. Rath informierte, wurde 1996 im deutschen Parlament ein Gesetz zur "Kontrolle von Medikamenteneinfuhr" eingebracht, das die Einfuhr von Vitamin-C-Pillen mit über 500mg unter Strafe stellt.  Antragsteller war Helmut Kohl, der den Vermerk "besonders dringlich" hinzufügte.
Helmut Kohl stürzte bekanntlich die CDU und das parlamentarische System in Deutschland in eine schwere Krise, nachdem er sich bis heute hartnäckig weigert, die Quellen von Millionenspenden an die CDU zu nennen.  Es ist durchaus möglich, daß es sich dabei um Schmiergelder für seine "Verdienste" bei der Förderung der Codex Alimentarius Kommission handelt.  Nachdem diese ihr Ziel bis heute nicht erreicht hat, muß Kohl natürlich weiterhin schweigen.

Der ganze Vorfall erscheint fast unglaublich.  Mehr als 12 Millionen Menschen sterben weltweit jährlich an den Folgen von Herzinfarkt, Schlaganfall und Arterienverkalkung.  Die "Zellularmedizin" von Dr. Rath, die vor allem in der konzentrierten Einnahme von Vitaminen besteht, bietet nun endlich einen Weg, diese Erkrankungen und Todesfälle durch Vorbeugung zu vermeiden.  Anstatt nun die Thesen von Dr. Rath wissenschaftlich zu diskutieren und zu prüfen, ist den Ploitikern offenbar jedes Mittel recht, um diese Erkenntnisse zu verschweigen und zu verbieten, damit die Milliardenprofite der Pharmakonzerne und (und auch viele Arbeitsplätze) erhalten bleiben.  Drastisch formuliert:  Die Politik geht für dieses Ziel über Leichen.

Als Freiwirte und DDW-Leser brauchen wir uns über diesen Skandal allerdings nicht zu wundern, kennen wir doch einen ähnlichen Skandal auf wirtschaftlichem Gebiet:  jährlich muß die arbeitende Bevölkerung mehrere hundert Millionen Mark Subventionen in Form von Zinsen an die Kapitalbesitzer zahlen, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen.  Ein Skandal ist dies wie im Fall der Herz-Kreislauf-Erkrankungen deswegen, weil Ursache und Gegenmaßnahmen des Übels bekannt sind, die Informationen darüber aus eigensüchtigen Motiven von oben gezielt blockiert werden.

Wenn wir den "Vitamin-Skandal" aus höherer Warte betrachten, dann sind die technisch  extrahierten Vitamine, so wirkungsvoll zur Vorbeugung sie auch sein mögen, lediglich eine Krücke für den Verlust an natürlichen Vitaminen. 
Die industrielle Landwirtschaft hat es geschafft, den Vitamingehalt der Nahrungsmittel in einem halben Jahrhundert auf einen Bruchteil des ursprünglichen Werts zu senken.
Künstliche Dünge- und Unkrautvernichtungsmittel, Gewächshäuser und Konservierungsmittel sind die eigentliche Ursache für das Massensterben an sog. "Zivilisationskrankheiten", das mit biologisch-dynamischer Landwirtschaft vermeidbar wäre.

Doch bis diese sich flächendeckend durchgesetzt hat, wird wohl noch einmal ein halbes Jahrhundert vergehen - zu viel Zeit angesicherts der Folgen.  Deswegen geht es jetzt darum, daß die Multis mit ihrem "Codex Alimentarius" nicht durchkommen - genau so wenig wie beim M.A.I.