Zurück

Elektrosmog


Das Thema Elektrosmog wird immer noch zu wenig behandelt. Es wird sogar offziell behauptet, daß es gar keinen Elektrosmog geben würde.
Von was aber die Menschen krank werden, die in der Nähe von Elektromasten wohnen, wird natürlich nicht gefragt.  Folgenden Bericht, den wir hier reinstellen, soll dazu beitragen, daß das Thema Elektrosmog ein wenig mehr Beachtung findet.

die WFG-Schriftleitung






(Quelle: Natürlich Leben Nr.2/1999 von Prof. Dr. Andras Varga)

ELEKTROSMOG - wissenschaftliche Grundlagen

Das Wort "Elektro-Smog" ist aus der Bezeichnung "SMOG" für Luftverunreinigung (Dunstglocke) durch Schwebstoffe und Kondensationskerne adaptiert worden
(engl.: Smoke = Rauch + Fog = Nebel).
Elektrosmog ist ein Sammelbegriff für die Umweltverunreinigung durch elektromagnetische Felder und Strahlen.  Die Kenntnis der theoretischen elektrotechnischen Grundlagen wird bei dieser Betrachtung vorausgesetzt.



Ursachen für Elektrosmog

An der Erzeugung von Elektrosmog sind mehr oder weniger alle elektrisch betriebenen technischen Einrichtungen und Geräte in Industrie und Haushalt - von der elektrischen Armbanduhr bis zu Kernkraftwerken -beteiligt.
Es ist ein Naturgesetz, daß sowohl magnetisch als auch elektrisch geladene Körper eine Wechselwirkung haben: gleiche Polaritäten stoßen sich ab, Gegenpolaritäten ziehen sich an.



Reizwirkung

Die elektromagnetischen Wechselfelder, die ihre Richtung (Polarität) ständig wechseln (Frequenz), induzieren in leitfähigen Körpern, also auch im menschlichen Organismus, überwiegend einen Verschiebungs- bzw. Wirbelstrom.  Beide Ströme zusammen bilden im Körper des Menschen den sog. Reizstrom.
Diese von außen erzeugte Reizstromdichte im Körper sollte die Reizschwelle von erregbaren Zellen, wie Nerven-, Muskel-, Drüsen-, Sinneszellen, Herzströme (0,1 µA/cm2) und Hirnströme (0,01 µA/cm2) langzeitig nicht übersteigen.  Sonst kann im "biologischen Regelkreis" sowie im "Fließgleichgewicht" des Körpers eine Disharmonie, sogar Chaos, entstehen mit allen Konsequenzen - von Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche bis Krebs und sogar genetischen Folgen. 


Wärmewirkung

Die hochfrequenten Felder (Strahlen) erzeugen im Körper des Menschen überwiegend Wärme wegen der Drehbewegungen von elektrischen Dipolen, womit der "Regelkreis" des Körpers als "Fieber" getäuscht wird.  Diese "innere Wärme" wird innerhalb von Zellen mit elektromagnetischen Einwirkungen gebildet.


Informationswirkung

Alle lebenden Zellen haben an ihren Zellmembranoberflächen (wegen unterschiedlicher Ionenpermeabilität) ein elektrokinetisches Potential mit positiver Polarität auf der "äußeren" Seite.  Wenn aus negativen Elektronen bestehende "Reizströme" solche Membranoberflächen schleifen, kompensieren sie einen Teil von dort befindlichen positiven Ladungen.  Dadurch entsteht ein "Spannungsabfall" (Depolarisation), was dann zum "Signal" für das Zellinnere wird (z.B. Reaktion von G-Protein, Aktivierung von Enzymkaskaden usw.)
Alle diese Informationsvermittlungen und -verarbeitungen haben elektrische Grundlagen, wenn wir Chemie als "Physik der Elektronenhülle" betrachten.  Atome bzw. Moleküle in unserem Körper haben bei 37°c eine thermische Bewegung - sie oscillieren um ihren Schwerpunkt.  Wenn ein so bewegliches Partikel elektrischer Ladungsträger ist, dann strahlt es elektromagnetische Felder aus mit einer bestimmten Frequenz, je nach seiner Größe.
Wenn so ein schwingendes Partikel äußere elektromagnetische Strahlen derselben Frequenz absorbiert, entsteht eine Resonanz und zwar nicht nur im Molekularbereich, sondern auch bei größeren Molekülgruppen, sogar bei einzelnen Organen und im ganzen Körper
Alle diese Vorgänge deuten daraufhin, daß der menschliche Körper als Träger der Bioelektrizität mit der elektromagnetischen Umwelt eine Wechselwirkung haben muß, wobei die Einwirkungsenergie des Signals im Mikrowattbereich (µW/cm2) liegen kann.  Die Wirkungsenergiedichte, die millionenfach größer sein kann, liegt bereits im Körper und kann unter Umständen durch ein "Signal" mobilisiert werden.

Größte Absorbtionsraten (Resonanz) beim Menschen

  1. Magneto- und Elektrophosphene                                  18 - 20 Hz
  2. Gefahr für Herzflimmern                                                80 - 100 Hz
  3. erregbare Zellen(Nerven,Muskel,Drüsen)                      30 - 100 Hz
  4. menschliche Gewebe                                                    10 kHz - 100 MHz
  5. Mensch als "Dipol"                                                       30 kHz - 30 MHz
  6. Protonenresonanz                                                         85 MHz
  7. Kopf des Menschen                                                     700 - 1000 MHz
  8. DNS-Moleküle                                                            2 - 9 GHz
  9. Wassermolekülle (65% des Körpergewichts)                20 GHz
10. Sauerstoffmoleküle                                                       60 GHz   


Biologische Konsequenzen von Elekrosmog

Es gibt sowohl Laborergebnisse als auch praktische Erfahrungen darüber, daß mit elektromagnetischen Feldern und Strahlen biologische Prozesse beeinflussbar sind.
Allerdings wissen wir noch nicht, welche Kofaktoren dabei eine Rolle spielen, denn einmal sind die Effekte mit statistischer Sicherheit nachweisbar, ein andermal aber nicht.
Wir wissen auch nicht, wie z.B. einige Fische im elektrisch gut leitenden Meereswasser ihre Beute aus der Entfernung genau orten können.  Oder wie z.B. Brieftauben oder Katzen tausende Kilometer weit ihre "Heimat" genau orten und finden.
Deswegen müssen wir, um für unsere Gesundheit auf Nummer sicher zu gehen, Vorbeugungsmaßnahmen treffen.  Dieses Problem ist sehr komplex und heute gibt es dabei mehr Fragen als Antworten.


Einige Laborergebnisse

- Bei einer wiederholten gemeinsamen epidemiologischen Studie in Sweden (Feychting u. Ahlborn, 1992), Dänemark (Olsen et al., 1993) und Finnland (Verkasolo et al., 1993) hat man die Erfahrungen zusammengelegt und sorgfältig ausgewertet.  Dabei hat sich gezeigt, daß Kinderleukämie und Gehirntumore unter Magnetfeldern (50 Hz) signifikant erhöht werden (Microwave News 14, 1994)

- Verlust von unentbehrlichen Calciumionen aus dem Gehirngewebe unter Bestrahlung mit schwachen hochfrequenten Strahlen (Bawin 1978, Adey 1982, Blackman 1990).

- Senkung von onkostatischer Melatoninsynthese in der Zirbeldrüse unter HF-Bestrahlung (D.E. Blask 1988, Sanchez u. Barcelo 1988)

- Die Biokommunikation erfolgt durch Membrankanäle mit feinen Strömen von 5 - 8 pA.
Beim Ausfall entsteht eine Fehlinformation für die Zelle (Sackman 1991, Nobelpreis).

- Fehlentwicklung von Huhnembryonen unter hochfrequenten Strahlen (Juutilainen 1986, Varga 1989, Bastide et al. 1997 usw.).



Typische Beschwerden "elektrosensibler" Personen

Auf Elektrosmog sind insbesondere Frauen im Klimakterium (wegen Hormonumstellung) und Kinder bis etwa 13 Jahre (weil sie mehr Wasser im Körper haben) anfällig.

Häufigste Beschwerden:
- Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Mattigkeit
- schlechter Geschmack (bei metallischen Zahnfüllungen oder Implantaten)
- Veränderung des Blutbildes (BSG, Leukozytenzahl, T-Lymphozyten)
- Verlängerung der Reaktionszeit
- Vibration der Haare an Kopf und Körper
- Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit
- Druck im Kopfbereich sowie Schwindelanfälle
- Kopfschmerzen
- Gelenkschmerzen (insb. Kniescheibe, die nicht durchblutet ist)
- Augenbrennen sowie Gefahr von grauem Star, Eiweißkoagulation in der Augenlinse usw.

Neutrope Wirkungen:
- EEG-Veränderung
- Störung des Zentralnervensystems
- nervöse Zustände
- Schlafstörungen
- Tinnitus (Ohrensausen), sogar "Musikhören" usw.

Beeinträchtigung des Kreislaufs:
- EKG-Veränderung
- Blutdruckschwankung
- Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen usw.



Schutz vor Elektrosmog

Minderung des Eletrosmogs in unserer Wohn- und Arbeits-Umwelt ist hauptsächlich durch Abschirmung und Abstand möglich.  Wir sollten nur elektrische Geräte anschaffen, die eine Etikette mit Prädikat "strahlungsarm" haben.


Folgende Abstände sollten beispielsweise eingehalten werden:

- Sendeanlage zum Wohngebiet je nach Leistung 300 - 1500 m
- Hochspannungsfreileitungen zum Wohngebiet 100 - 150 m
- Fernsehgeräte vom Körper 3,5 - 5m
- Radiowecker vom Kopf > 1m

Man sollte die modernen elektrischen Technologieerrungenschaften nicht verteufeln, sie müssen jedoch vernünftig angewendet werden.  Für technische Geräte, die sich gegenseitig stören, sind die nötigen Sicherheitsabstände geregelt - und zwar in jedem Land mit eigenen Werten.
In der Biologie dagegen gibt es noch keinen ausreichenden Schutz gegen Elektrosmog, obwohl die "Reizwelle" bzw. "Wahrnehmungswelle" für Menschen bekannt ist.  Bestehende Grenz- oder Richtwerte liegen in der Regel viel zu hoch - und differieren international sehr stark; allein dies gibt sehr zu denken!

Prof. Dr. Andras Varga