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Der Wahnsinn und die Gefahren des Mobilfunknetzes


Hier stellen wir Auszüge aus einem  Bericht mit der Überschrift "Ein hoher Preis" vom Autor Hauke Nanninga (studierte  Geschichte u. Politikwissenschaft in Hamburg u. Berlin) aus dem Heft Opposition  1/2001 vor.  Diesen Bericht haben wir von einem  freien Mitarbeiter  für die Rubrik -Mobiltelefone- zugesandt bekommen.
Vielen Dank dafür!


die WFG-Schriftleitung





Hier nun der Auzug:

"Das Handy ist längst zum Synonym für einen Totalitarismus  geworden, den Orwell nicht für möglich gehalten hätte.   Jeder Mensch ist zu jeder Zeit und überall erreichbar.  Sein Weg  zieht eine Mobilfunkspur hinter sich her, er ist immer zu orten.  Gesellschaftliche  Isolierung soll überwunden werden, indem man sich per Höhrer verständigt.   Man läßt andere teilhaben.  Kein Gipfel kann zu einsam sein,  keine Insel zu abgeschnitten, um nicht seine Lieben an den Eindrücken  der Natur teilhaben zu lassen.  Man glaubt, man sei dabeigewesen.
Mit den UMTS-Lizenzen für neue Mobilfunkkanäle hat der Staat nun  im kommenden Haushaltsjahr seine Bilanzen frisiert.  Die milliardenschweren  Einnahmen haben verhindert, was sonst längst deutlich geworden wäre:  der Staatshaushalt wird von den Zinsen geschluckt, die auch diese Bundesregierung  durch ständiges Schuldenmachen auftürmt.  Gerade mit dem Handy  aber tun sich Probleme auf, die heute in der Regel verschwiegen werden, weil  sie die Lust auf dieses neue Medium schmälern könnten.
Die Schäden, die die Handystrahlen und Funkmasten der Gesundheit zufügen, sind in Fachkreisen längst unbestritten.  Die aktuelle Forschung zeigt, daß die Funktion von Nervenzellen auch bei normaler Sendeleistung der Handgeräte bereits beeinträchtigt ist.
Zusätzlich wird die Blut-Hirn-Schranke, die das Gehirn vor krankheitsverursachenden Stoffen schützt, durchlässig.  Dadurch kann auch der Ausbruch der Alzheimerkrankheit verursacht werden, die den Menschen dann freilich jeder äußerer und innerer Mobilität beraubt.  Schließlich kommt es nachweislich zur Schädigung des Erbguts, zu Mißbildungen, auch Krebs wird durch milliardenschwere Menschheitshobbys begünstigt.
Dies bestätigt auch eine aktuelle Studie, die der Bayerische Landtag veranlaßt hat.  Bei direkt an Mobilfunkmasten gelegenen Bauernhöfen treten, so die Studie, im Vergleich mit Höfen ohne Mobilfunkbelastung vermehrt Mißbildungen bei Kälbern und eine höhere Rate von Fehlgeburten auf.  Ein entsprechender Aufschrei ist im mediengesteuerten Veitstanz um verrückte Rinder allerdings ausgeblieben.  Man muß entweder naiv sein oder böswillig, wenn man meint, daß die gleichen Schäden beim Menschen nicht auftreten könnten.
  In den Vereinigten Staaten ist in einer Studie bereits eine erhöhte  Quote von Gehirntumoren bei Menschen mit regelmäßiger Mobilfunkbenutzung  festgelegt worden.  Die britische Regierung hat danach erste Konsequenzen  gezogen und alle Kinder und Jugendlichen wegen der Gefahr von Krebs, Alzheimer  und Gedächtnisstörungen vor dem Gebrauch von Handys gewarnt.   Allerdings erst nachdem man auch dort die UMTS-Lizenzen für viel Geld  unter den Hammer gebracht hat.  In Deutschland fordert nun auch die Bundesärtzekammer die Regierung auf, auf die Ergebnisse dieser Studien zu reagieren.  Allerdings kann man sich nicht recht vorstellen, daß wirklich etwas im Sinne der "Volksgesundheit" beschlossen wird.  Denn nirgends kann man im neuen Technologiebereich zur Zeit mehr Geld verdienen.  Utopie wird zum Goldesel der Wirtschaft.  Landauf, landab sind inzwischen Firmen unterwegs, um Antennenstationen für neue Richtfunkstrecken zu installieren, die dann neben dem Netz der Deutschen Telekom gewinnträchtig genutzt werden können.  Allein in Bayern werden derzeit    4 000 neue Sendetürme geplant, 60 000 im ganzen Bundesgebiet.
Man sieht einmal mehr, was den Deutschen heute der Fortschritt wert ist.  Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man vermutet, daß 90% der Handygespräche völlig unnötig sind und von einem bereits vorhandenen Festnetzaparatz aus genauso erledigt werden könnten.  Über die Inhalte von Handygesprächen und SMS-Kurznachrichten könnte man inzwischen ganze psychologische Studien füllen.

Die kürzliche Werbekampagne der "Bild"-Zeitung mit dem rätselhaften "Lidumino" (= Liebst Du mich noch?) zeigt zudem, daß einmal mehr der sprachliche Kahlschlag tobt.  Denn um Zeichen bei der Datenübermittlung zu sparen, haben sich die Jugendlichen inzwischen auf eine Abkürzungsschrift geeinigt.  "Dubidodo" heißt demzufolge ins Normaldeutsch übersetzt: "Du bist doch doof."  Was den Kern des Fortschrittwahns einmal mehr sinnfällig vor Augen führt."




Noch etwas zum Abschluß:  "KEINE GEHEIMNISSE MEHR"

"Die Datenschutzbeauftragten der Länder schlagen Alarm.  Denn die Innenministerkonferenz will den Providern, also den Anbietern von Internet-Zugängen, vorschreiben, künftig die "digitalen Spuren" der Internetbenutzer zu protokollieren und aufzubewahren.  Damit ließe sich detailliert nachweisen, wer wann wohingesurft ist; auch Persönlichkeitsprofile der Nutzer ließen sich so erhalten.  Laut Datenschutzbeauftragten liefen die Pläne auf eine "Rundbeobachtung der Bürger" hinaus und seien verfassungswidrig.  Ob dies die Minister beeindruckt?"