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REISE II - Wanderung über den mystischen Untersberg



Reise vom 30.August bis zum 1.September 2002

Quater-Jones Adventure Tours war vom 30.August bis zum 1.September auf der Fortsetzung mit der "Suche nach dem Gral" und seiner Mysterien im Berchtesgadener/Salzburgerischen Land unterwegs.  Leider bestand diesmal die Gruppe nur aus drei Teilnehmer (einer der Teilnehmer wurde leider noch kurzfristig krank), die aus Stuttgart, Augsburg und Tübingen angereist kamen.

Untersberg
Der sagenhafte Untersberg

Es hatte den Anschein, als sollten nur die "wahren Getreuen" von "Luzifers Hofgesind" den Untersberg besteigen und erkunden.
Am Freitag war der Treffpunkt der Salzburger Hauptbahnhof.
Dort ging es um 13h00 mit dem Bus zum Aufstiegsort an der Deutsch-Österreichischen Grenze - Schellenberger Eishöhle.
Um 13h45 ging es gemächlichen Schrittes, mit viel Diskussion über interessante Themen, in Richtung des Berges.  Das Wetter war einfach wunderbar und daher auch ziemlich warm.
Der erste Halt war an einem klaren Bergbach. 
Bergbachrast   Rast
      Zweimal eine Rast, um die schöne Landschaft zu geniessen.

Dort wurde eine Weile eine Rast eingelegt und die Wasservorräte nachgefüllt.  Nach der Stärkung ging es weiter.  Immer wieder traf man Leute mit denen man einen kurzen Plausch unternahm.  Um so höher man kam, hatte man auch das Gefühl, als würde man beobachtet werden.  Hatte irgend "ein Wesen" etwas dagegen, daß man diesen Berg bezwingen würde?   Vier Stunden später erreichten wir unser erstes Ziel an diesem Wochenende, die Toni-Lenz Hütte auf einer Höhe von 1450m und einer zurückgelegten Strecke von über 6 Kilometern.
Die Sicht von dieser Höhe war einfach mal wieder überwältigend.  Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten, genoss man einfach die Landschaft und Ruhe und lies den Abend ausklingen.  

Am Samstag nach einem kleinen Frühstück wurde die weitere Route besprochen.  Das Wetter war auch an diesem Morgen wieder eine wahre Pracht und während man frühstückte, konnte man Gemsen beobachten.   Bevor es aber weiterging, besuchten wir erst einmal die Größte Eishöhle Deutschlands.  Die Führung durch die Eishöhle hatte einen interessanten, kalten (0 Grad) und mystischen Charakter. 

Eishöhle
Die größte Eishöhle Deutschlands - Schellenberger Eishöhle

Als man 55m unter der Erdoberfläche war und die weiteren Höhlen und Gänge sah,  überlegte man sich, ob es doch nicht zutraf, daß die Erde ein reiner "Schweizer Käse" ist und daher an der "Hohlen Erde"-Theorie doch mehr dran sein könnte.

FührungHöhle
30 Meter unter der Erdoberfläche in der Eishöhle

Nach der 45 minütigen Führung ging es wieder zur Toni-Lenz Hütte.  Dort rüstete man sich für die weitere Tour.  Die Gruppe entschloß sich für einen Rundgangweg auf dem Untersberg, da wir der Annahme waren, daß der direkte Weg zum Störhaus doch sehr kurz sei.  Also gingen wir den Weg (Dopplersteig) in Richtung des Zeppezauerhauses.  Was wir nun nicht beachtet hatten war, daß dieser "neue Weg" eigentlich nur für Geübte ist und es auch daher länger brauchte, diesen zu bewältigen.  Was uns immerhin entschädigte war, daß wir mehrere Gänsegeier und auch nochmals eine Herde Gemsen sahen.   Als die Deutsch-Österreichische Grenze überschritten wurde, war es bereits Mittagszeit.  An der "Mittagsscharte" berieten wir uns, wie weit wir es noch körperlich schaffen würden.  Das Ziel war nun das Zeppezauerhaus.

Ostwand mit Höhlen       Dopplersteig
Die Ostwand des Untersberges mit dem berühmten und "gefährlichen" Dopplersteig

Interessant waren die vielen Höhlen auf der Ostseite des Untersberges.  Nachdem wir die "normalen Wege" hinter uns hatten ging es nun zum Hauptanstieg.  Nun ging es den wahren Dopplersteig hinauf, mit seinen vielen, vielen, nie endenden Treppen.  Dort war volle Konzentration verlangt.  Wir kamen auch an einer Höhle vorbei, die bei Unterwetter Unterschlupf gewähren sollte.  Dort ging der Leiter der Gruppe ein wenig hinein und, dies war sehr ungewöhnlich, wurde es schlagartig sehr, sehr kalt.  Da der Leiter selber auch ein sehr ungutes Gefühl hatte, brach er die weitere "Erforschung" der Höhle ab.
Endlich am Taxhamer-Gipfelkreuz angekommen, wurde erst einmal eine längere Rast eingelegt.  Man genoss die herrliche Aussicht auf Salzburg.  Später ging es dann zum Zeppezauerhaus (1665m) und dort wurde von allen entschieden, Quartier zu beziehen.
Am Abend genoss man beim Abendessen die wunderbare Aussicht und lies die Schwingung dieser Gegend auf sich wirken.  

Zeppezauerhaus
Das Zeppenzauerhaus (1665m)

Am Sonntag, um fünf Uhr Morgens brach dann ein heftiges Gewitter los.  Ein Blitz schlug (ein Knall wie von einer Kanone) dann auch noch in den Blitzableiter des Hauses ein und beschädigte eine Lampe.  Da es beim Frühstück immer noch regnete, entschlossen wir uns, leider mit der Seilbahn, wieder talabwärts zu fahren.  Bei der Abfahrt mit der Seilbahn, dachte man darüber nach, ob es doch nicht eine "Göttliche Führung" war, die uns auf dem Weg zum Zeppezauerhaus geführt hatte. Wären wir am Samstag zum Störhaus gegangen, wie ursprünglich geplant, hätten wir am Sonntag im strömenden Regen vom Berg absteigen müssen.  So kamen wir in St-Leonhard einigermaßen trocken an.  Am Hotel Untersberg trennten sich unsere Wege und jeder fuhr wieder in seine Heimatgefilden.
       

Ergebnis der Reise: Auch diese Tour war soweit wieder ein Erfolg.  Leider fehlte es diesmal an Teilnehmern, aber davon läßt sich die Grundidee der Quater-Jones Veranstalter nicht erschüttern. Den beiden Teilnehmern hat es, trotz der Anstrengungen, die immer wieder auftauchten, sehr gut gefallen.  Jeder der beiden Teilnehmer ist mit einer anderen Einstellung und Erfahrung wieder nach Hause gefahren.  Eines ist am Schluß sicher, dies war wieder "Erlebtes Wissen" pur.  


Euer Quater-Jones Team







Berichte der Teilnehmer:


1. Reisebericht von Franz Petz

Eine große Gruppe erwartend trafen mich um 13:00h bloß 2 Mann am Salzburger Hbf - Marco und Rolf.
Mit dem Bus ging es sofort nach Schellenberg, von wo wir drei den Aufstieg zur Schellenberger Eishöhle starteten.
Es war sehr warm, aber dieser schöne Bergwald verdrängte die Wandermühe und den Schweißfluss.  Ein klarer, hellgrüner Gebirgsbach stillte unseren Durst und es ging weiter zur Toni-Lenz Hütte, die wir gegen 18:30h erreichten.
Ein herrlicher Ausblick entschädigte uns für den Aufstiegsstress.  Auf der Toni-Lenz Hütte übernachteten wir und am frühen Morgen bei sonnigem Wetter stiegen wir zur Schellenberger Eishöhle auf.  Dort hatten wir einen wunderbaren Blick zum Watzmann mit seinen Kindern.
Weiter ging es zur Eishöhle wo wir bis 55m tief abstiegen.  Es leuchtete uns hellgrünes und bläuliches Eis mit mehrhundertjährigen Schichtungen entgegen, je nachdem wie der Lichteinfall der Karbidlampen war.
Im Eingangsbereich dieser Höhle ist ein Dohlenfriedhof.  Die Vögel flattern in diese Höhle, wenn sie spüren, dass es mit ihnen zu ende geht.  
Mittags ging es einen anstrengenden Pfad bergab, kreuzten die Österr.-Bayerische Grenze, beobachteten drei kreisende Gänsegeier und erblickten am Berghang im Schatten ein Rudel Gemsen, die dort munter umhersprangen. - Wunderschön!
Nach einem anstrengendem steilen Aufstieg an der Ostwand des Untersberges erreichten wir das Taxhamer-Gipfelkreuz von 1978 und nach einer kurzen Rast schließlich die Zeppenzauerhütte mit einer resoluten Hüttenwirtin namens Kathi, die uns die Schlafplätze zuwies.
Hier eine angenehme, ruhige Abendstimmung mit Blick auf Salzburg und Umgebung.  Kumulierende gesichts- und figurenformende Wolkenbilder im Osten regten unsere Phantasie an und ich kam ein wenig ins Grübeln. -
Gegen 5h morgens fing es leider zu regnen an, es krachte und donnerte.  Ein Blitz schlug in den Blitzableiter ein und eine Lampe, die durch eine Solaranlage gespeist wird, ging zu Bruch. Am Morgen regnete es weiter und wir entschieden nach dem Frühstück, zur Seilbahn aufzusteigen und talwärts nach St. Leonhard zu fahren.  Hier trennten sich unsere Wege.  Marco und Rolf fuhren nach Salzburg und ich nach Berchtesgaden und mit dem Zug wieder zurück nach Augsburg.
Es war insgesamt ein schönes und interessantes Wochenende für mich, wobei ich wieder zwei nette Bergfreunde kennen lernte. - Marco und Rolf, ich danke Euch beiden!
Ach, ja! - Ein wenig mystisch war es nur in der Eishöhle und phantasieanregend waren die vielen Höhlen in den Felswänden die sicherlich sehr vernetzt durch den ganzen Untersberg führen.
Liebe Kraxelfreunde, ich wünsche alles Gute, bleibt gesund und vielleicht bis bald.

Herzlichst
Euer Franz Petz







2. Reisebericht von Rolf Fichter

Angekommen am Untersberg zum Aufstieg, begann ich mich in diese Geisteswelt einzufühlen.  Und ich fühlte mehr und mehr eine andere Welt.  Eine Welt, wie ich sie in der Ebene und den Städten nicht wahrgenommen habe.  Ich fühlte mich umgeben von Wesen, was mir in so einer Dichte bisher nicht bekannt war.  Ich fühlte mich ständig beobachtet und begleitet.
Ich kam mir vor, wie in einer anderen Welt.  Und eine Kommunikation mit den Anwesenden war eine Zwangsläufigkeit.  Ich fühlte mich in eine Auseinandersetzung mit Ihnen verwickelt und ich war es.
Und es war keine Liebe auf den ersten Blick.

Auf dem Untersberg erlebte ich mich anders, auch körperlich.  Es war einerseits ein Gefühl der Leichtigkeit wie in einem anderen Schwingungsbereich gemessen an dem Fühlen in einer Stadt und andererseits war ich einer ständigen Beobachtung und Auseinandersetzung ausgesetzt, die ansonsten so nicht vorhanden ist.

Man muss in die Sagen des Untersberg eintauchen, um auch zu verstehen, dass dort eine andere Welt ist.  Darüber und über das Erlebte wird klar, dass die Welt nicht nur die ist, die sichtbar ist, sondern dass die Welt zuerst eine Welt aus dem für die meisten nicht sichtbaren Bereich ist.

Euer
Rolf Fichter