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Die Hintergründe von Wirtschaftskrisen



(Quelle: Dieser Artikel wurde uns von einem interessierten Leser zugesandt)


Wirtschaftskrisen und warum sie eigentlich Geldkrisen heißen müssten,

oder:

Der Monopolyeffekt des privatisierten Kreditgeldkartells als systemimmanente Primärursache der Vernichtung nationaler Volkswirtschaften im Macht zentrierenden Globalisierungsprozess auf dem Weg zur offenen kommunistischen Weltdiktatur der Plutokratie.

Vorwort

Soeben erleben wir die Opel-Krise und vernehmen immer wieder mit Erstaunen, dass der Mutterkonzern General Motors auch in den USA im operativen Geschäft kein Geld verdient. Insgesamt steht die Firma aber trotzdem nicht ohne Gewinne da. Genauso ist es bei Ford, wie wir vor einigen Tagen erfahren haben. Das Geheimnis liegt in der Tatsache, dass sich beide Unternehmen inzwischen zu Großbanken mit angeschlossenen Automobilbauabteilungen entwickelt haben. Die so genannten Finanzabteilungen dieser beiden Konzerne machen nämlich, im Gegensatz zu den operativen Abteilungen, die für das so genannte Kerngeschäft zuständig sind, ausgesprochen erkleckliche Gewinne.

Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass das Verschieben von Geld auf und zwischen weltweit aufgestellten Konten, sozusagen auf Knopfdruck, weitaus mehr einbringt, als die Veredelung von Rohstoffen durch Arbeit zu einem komplexen  Produkt. Das kann nur deshalb so sein, weil es genügend Geldkapital gibt, das in den Händen von relativ wenigen ist, die es nicht mehr nötig haben, für dieses zu Geldkapital gewordene Geld, das durch Arbeit entstandene Produkt zu erwerben, während diejenigen, die das komplexe Produkt gerne erwerben würden, dafür einfach kein Geld mehr haben.

Offensichtlich beobachten wir ein gesamtwirtschaftliches Problem, dass auf die Verteilung von Geld bzw. zu Geldkapital gewordenem Geld zurückzuführen ist.

Im folgenden Aufsatz wollen wir die Ursache für diese Entwicklung und ihren zwangsläufigen Ausgang, ihr vorgezeichnetes Ende, untersuchen.
Das Geheimnis des Geldes

Vor Beginn eines jeden Produktionsprozesses stellt sich die Frage nach seiner Finanzierung. Ob ein Privatmensch ein Auto oder vielleicht ein Haus kaufen will, ob ein Unternehmen eine Maschine anschaffen oder Personal einstellen will oder ob die öffentliche Hand irgend etwas tun will, was nachher eine Bezahlung erfordert; immer stellt sich die Frage nach der Finanzierung. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder die jeweilige soziale Einheit verfügt über die nötigen Eigenmittel oder sie muss sich, falls das nicht der Fall ist, Gedanken über eine Fremdfinanzierung, eine Kreditaufnahme machen.

Bei der ganzen Angelegenheit sollen uns die Fremdmittel hier zunächst nicht weiter beschäftigen. Vielmehr ist für uns von Interesse, woher die so genannten Eigenmittel kommen. Und dabei sind wir schon bei der alles entscheidenden Frage: Wo kommt Geld her? Was ist Geld? Wie entsteht es? Wo beginnt Geld, Geld zu sein?

Würden man 1000 Personen fragen, wo das Geld  herkommt, erhielte man 999mal die Antwort: Das Geld kommt von der Zentralbank, in unserem Fall von der EZB, genauso wie früher von der Bundesbank. Vielleicht einer von 1000 Befragten wäre anderer Ansicht, wobei die Wahrscheinlichkeit auf eine solche Person zu treffen, sehr gering ist.

Dass Geld durch Kredite der Notenbanken an Geschäftsbanken entsteht, ist so zu sagen Mainstream, ein zentraler Glaubenssatz, an dem so gut wie niemand zu zweifeln scheint.

Wie falsch diese Annahme ist, und dass es in Wirklichkeit überhaupt keine Kredite von Notenbanken an Geschäftsbanken gibt, werden wir an den folgenden Erläuterungen sehen. Außerdem werden wir sehen, wie fatal sich die Tatsache auswirkt, dass die Geldschöpfung ausschließlich durch die Kreditgewährung der Geschäftsbanken stattfindet, wenn man vom nominal im Promillebereich liegenden und damit vernachlässigbarem Münzumlauf, den der Staat verantwortet, einmal absieht.

Wenn aber feststeht, dass die Notenbank keine Kredite an Geschäftsbanken vergibt, kann man mit Recht behaupten, dass sie auch keine Möglichkeit hat, das Wirtschaftsgeschehen direkt, z.B. um der Gedeihlichkeit willen, zu beeinflussen.

Die Geschäftsbanken entscheiden ausschließlich ob Kredit gewährt, also finanziert wird oder nicht. D. h.: Die Geschäftsbanken entscheiden ebenso ausschließlich, ob überhaupt produziert wird oder nicht.

Wie fatal sich diese Konstruktion des Geldsystems, von dem einer seiner Architekten sagte, dass man es so kompliziert gemacht habe, dass es nur einer von einer Million Leuten verstehe, auswirkt, werden ich ihnen im folgenden erläutern. Jener Architekt meinte auch, diesen Einen werde man einfach kaufen, sollte er die Absicht haben, andere darüber aufzuklären.

Ich bin jetzt schon auf die Gebote bzw. auf die kommenden Botschaften gespannt.

Um sie auf die folgenden Erkenntnisse einzustimmen, hier das Gesprächsprotokoll eines Telefonates, dass der Autor dieses Aufsatzes, mit einem Mitarbeiter der wissenschaftlichen Abteilung der deutschen Bundesbank im Jahre 2002 geführt hat:

Ich rief bei der deutschen Bundesbank an, um mir den Monatsbericht schicken zu lassen. Der Mitarbeiter von der Öffentlichkeitsarbeit war wohl in Urlaub. Deshalb nahm ein Herr aus der wissenschaftlichen Abteilung den Anruf entgegen, und wir gerieten ein wenig ins Plaudern.

An irgend einem Punkt unseres Gespräches stellte ich folgende Frage: „Stellen Sie sich einmal vor, alle sozialen Einheiten, also die öffentliche Hand, Unternehmen und Privathaushalte hätten, den für alle erstrebenswerten Zustand der vollständigen Entschuldung, erreicht. Wo wäre dann das Geld?“ „Das ist ja nicht unbedingt ein erstrebenswerter Zustand“, meinte er. Ich konterte: „Meines Erachtens will aber jeder seine Schulden bezahlen. Herr Eichel würde lieber heute als morgen die Bundesschulden bezahlen. Der Finanzminister von NRW, Peer Steinbrück, möchte das auch gerne, Herr Sommer von der Telekom behauptet das auch immer wieder, wobei man sich in diesem Falle fragen muss, ob es stimmt, Onkel, Tanten, Freunde und ich selbst würden auch gerne schuldenfrei sein. Wie steht es mit Ihnen: Wollen Sie, wenn Sie eines Tages ins dunkle Grab steigen, gerne Schulden hinterlassen?“ „Nein, das nicht“, antwortete er. „Abgesehen davon“, fuhr ich fort, „wir werden ja gar nicht gefragt, ob wir wollen oder nicht. Blöderweise bestehen die Banken ja auf Rückzahlung. Nur eben nicht alle gleichzeitig; nehmen wir an, wir zahlten aber alle gleichzeitig. Wo wäre dann das Geld?“ „Ja, weg“, sagte er. „Was heißt weg?“ „Es wäre wieder bei den Banken.“ Ich erwiderte: „Sie wollen also sagen, weil alles Geld, bis auf das in diesem Zusammenhang vernachlässigbare Münzgeld, von den Banken als Kredit in Umlauf gebracht wurde, wäre es nach Rückzahlung aller Schulden wieder vollständig bei den Banken und somit aus dem Umlauf verschwunden?“ „Genau“, sagte er. „Das heißt aber“, fuhr ich fort, „dass eine vollständige Entschuldung der Volkswirtschaft nur mit einem vollständigen Stillstand der Wirtschaft zu erkaufen ist, weil eine arbeitsteilige

Gesellschaft ohne Geld undenkbar ist. Ist das richtig?“ „ Ja, schon“, meinte er. „Unter diesen Umständen“, sagte ich, „müsste, falls Herr Eichel, sagen wir einmal, die Bundesschulden zurückzahlen würde, schnellstens ein anderer Schuldner gefunden werden, weil sonst die umlaufende Geldmenge schrumpft, was zwangsläufig zum deflationären Kollaps führt. Die einzige Alternative wäre also, dass die Banken selbst mit dem zurückgeflossenen Geld, Teile der Volkswirtschaft oder am Ende und letztlich die ganze Volkswirtschaft erwerben. Ich ziehe daraus messerscharf den Schluss: in einem System, in dem das Geld im Prinzip als Kredit auf in der Vergangenheit erworbene Vermögen in Umlauf gebracht wird, muss zwangsläufig alles neu Entstehende demjenigen gehören, der diesen Kredit herausgibt, in unserem System also, auf diese Weise das Geld in Umlauf bringt.“ Er schwieg.

Um den Inhalt dieses Gespräches besser zu verstehen, folgt nun als Einfügung ein Aufsatz von September 2004:
Die Mechanik des Geldes im privatisierten Kreditgeldmonopol

Wir wollen wissen, wo Geld herkommt, wie es denn genau entsteht. Dazu muss man zunächst die richtigen Fragen formulieren, um aus einzelnen Antworten und Definitionen die Funktionalität eines Gesamtkonstruktes, das wir zunächst Geldsystem nennen wollen, abzuleiten. Wir benutzen dazu das Glossar der Deutschen Bundesbank für den Schulunterricht, Sekundarstufe II.

Wir erfahren beim Nachlesen, dass es sich bei Geld üblicherweise um die Verbindlichkeit einer Bank gegenüber einer Nichtbank, also z. B. Bargeld oder eine Einlage handelt.

Mit diesem verkürzten, aber einzig wesentlichen Teil der offiziellen Definition, kann man nicht allzu viel anfangen, weil hier nichts über die Entstehung des Geldes gesagt wird. Wo beginnt Geld, wo fängt Geld überhaupt an Geld zu sein?

Das passende Wort, dass uns auf die Spur bringen könnte, heißt: Geldschöpfung.

Die meisten Leute glauben, die Zentralbank, in unserem Falle die EZB habe irgend etwas mit der Geldschöpfung zu tun. Fast niemand vermag aber zu sagen, wie der Vorgang der Geldschöpfung durch die Zentralbank überhaupt abläuft, oder genauer gesagt: welche Buchungsvorgänge dem zu Grunde liegen. Unter Geldschöpfung finden wir folgende Definition (aufs Wesentliche verkürzt):

Vermehrung der Geldmenge durch Aktiv- und Passivgeschäfte des Bankensystems, d. h. Schaffung zusätzlichen Geldes. Hauptquelle der Geldschöpfung ist heute die Kreditgewährung der Geschäftsbanken (aktive Geldschöpfung): Dem Kreditnehmer wird ein Sichtguthaben (Sichteinlagen) in Höhe des aufgenommenen Kredites eingeräumt, wodurch die gesamtwirtschaftliche Geldmenge unmittelbar steigt.

Für das Geld, das hier entsteht gibt es eine bestimmte Bezeichnung: Es heißt Giralgeld.

Im Glossar lesen wir unter „Giralgeld“:

Täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten (Sichteinlagen), über die durch Scheck, Lastschrift oder Überweisung verfügt werden kann. Sichteinlagen zählen zu den allgemein akzeptierten Zahlungsmitteln (Geld). Die Giralgeldbestände der Nichtbanken sind daher auch Bestandteil enger Abgrenzungen der Geldmenge. Das Giralgeld entsteht durch die Geldschöpfung der Banken. Es kann jederzeit in Bargeld umgetauscht werden.

Wir begegnen einem weiteren Begriff. Im Glossar steht unter Bargeld:

Umfasst Banknoten und Scheidemünzen. Das Bargeld bildet den Bestand an gesetzlichen Zahlungsmitteln. Der Bargeldumlauf außerhalb des inländischen Bankensystems ist Bestandteil der Geldmenge.

Hier finden wir einen weiteren wichtigen Begriff, der übrigens im Glossar nicht gesondert geführt wird. Die gesetzlichen Zahlungsmittel; wir schauen also unter Zahlungsmittel im Allgemeinen nach und werden fündig: Dort steht unter Zahlungsmittel:

Teil des Finanzvermögens mit der Eigenschaft, im Wirtschaftsverkehr zur Tilgung von Geldschulden und in der Regel auch als allgemeines Tauschmittel akzeptiert zu werden (perfekte Zahlungsmittel). Die Zahlungsmitteleigenschaft können bestimmte Finanzaktiva gewohnheitsmäßig oder kraft Gesetzes erlangen. Im letzten Fall spricht man von gesetzlichen Zahlungsmitteln. In Deutschland sind die vom Eurosystem in Umlauf gebrachten Banknoten und Münzen gesetzliche bzw. beschränkt gesetzliche Zahlungsmittel. Zu den perfekten Zahlungsmitteln zählt heute auch das Giralgeld, da es in der Regelkraft Treu und Glaubens im Zahlungsverkehr angenommen werden muss, etc. Dies ist übrigens schon ein Widerspruch in sich.

Um der Vollständigkeit willen schauen wir uns noch den Begriff „Zentralbankgeld“ an:

Allgemein das von der Zentralbank geschaffene Geld. Das Zentralbankgeld setzt sich aus dem gesamten Bestand umlaufender Banknoten und den Sichtguthaben der Banken bei der Notenbank zusammen.

Hier muss eine Anmerkung gemacht werden: die Beschreibung als „von der Zentralbank geschaffenes Geld“, ist die totale Irreführung. Die Zentralbank schafft überhaupt kein Geld. Sie nimmt lediglich durch Kreditgeldschöpfung der Geschäftsbanken geschaffenes Giralgeld entgegen, bewahrt einen Teil als Mindestreserve der Banken auf, die selbstverständlich Forderungen der Geschäftsbanken  an die Notenbank bleiben und tauscht den anderen Teil in Bargeld um. D. h.: Die Geschäftsbanken kaufen Bargeld durch Zahlung/Überweisung von Giralgeld.

Und eine weitere Angelegenheit taucht als Frage auf, die später geklärt wird: Wieso gehören die Münzen nicht zum Zentralbankgeld? Was unterscheidet sie von den Banknoten? Schauen wir also auch noch unter Banknoten nach:

Auf einen bestimmten Geldbetrag lautende Geldscheine (Papiergeld). Auf D-Mark lautende Banknoten waren in Deutschland bis 2001 – gegenüber den Münzen – das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Ab dem 1.1.2002 lauten unsere Banknoten auf Euro. Sie werden vom Eurosystem ausgegeben.

Um unser Geldsystem insgesamt zu begreifen, bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als auch noch die Münzen genauer zu betrachten. Im Glossar steht unter Münzen:

Metallstücke, die Geldfunktionen ausüben (Hartgeld)….und, die Bundesregierung hat in Deutschland das alleinige Recht, Münzen auszugeben (Münzregal). Dafür steht Ihr der Münzgewinn (Differenz zwischen Nennwert der Münzen und ihrem Stoffwert) zu, der in den Bundeshaushalt eingeht. In Umlauf gebracht werden die Münzen – ebenso wie die Banknoten – in Deutschland von der Deutschen Bundesbank, etc.

Nun lieber Leser, ist ihnen bis hierher alles klar? Nicht wirklich?

Tatsächlich drängt sich der Eindruck auf, als ob die Begriffswelt des oben angeführten Glossars vielmehr Verwirrung als Klarheit erzeugen soll. Fast scheint es, als ob dieses Glossar selbst etwas verbergen will. Und schon muss man sich fragen, waren die Autoren nur verspannte harmlose Wirrköpfe, oder steckt Absicht, der Vorsatz der gezielten Täuschung dahinter. Wir versuchen der Sache auf den Grund zu gehen und isolieren einzelne Fakten, wie Puzzlesteine, um sie zu einem klaren, neuen Bild zusammenzusetzen.

Gehen wir zum Anfang des Geldes, der Geldschöpfung. Wir erkennen nur zwei wirklich relevante Vorgänge. Geld wird durch Kreditgewährung der Banken in Form der Gutschrift von Sichteinlagen geschöpft. Dies ist so genanntes Giralgeld oder Buchgeld. Ein Teil davon wird an die Zentralbank überwiesen. Dies ist das Zentralbankgeld. Davon bleibt wiederum ein kleiner Teil als Mindestreserve bei der Zentralbank, ein wesentlicherer Teil wird den Banken als Bargeld in Form von Banknoten zur Verfügung gestellt, womit die Sichteinlagen oder besser die Kredite physikalisch transportabel gemacht werden. Wir erfahren weiter: Die Banken haben das Recht, soviel Giralgeld wie sie zur Verfügung haben, in Banknoten umzutauschen. Daraus ergibt sich die Definition des unbegrenzten gesetzlichen Zahlungsmittels. Weiter wird klar, dass Giralgeld erst nach Umtausch in Banknoten zum gesetzlichen Zahlungsmittel wird.

Daraus ergibt sich eine hochinteressante und ebenso brisante Kausalkette:

Kredit wird Sichteinlage > Sichteinlage ist Giralgeld > Giralgeld wird Zentralbankgeld > Zentralbankgeld wird Bargeld. Somit sind Banknoten nichts weiter als ein durch die Zentralbank verbriefter Kredit einer privaten Geschäftsbank, der durch den Umtausch in Noten lediglich transportabel gemacht worden ist. Da auf alles Giralgeld permanent Zinsen fällig werden, sind damit alle Banknoten mit einer permanenten Zinslast belegt. Damit sind Banknoten kein Geld. Es handelt sich um durchschnittlich verzinste Kreditbriefe. Das einzig echte Geld das existiert, sind die Münzen. Nur den Münzen liegt keine Entstehung von Giralgeld durch vorherige Kreditgewährung zu Grunde.

Wie verheerend sich die Benutzung von ausschließlich als Kredit geschöpftem Giralgeld auswirkt, erkennen sie an folgender Zahl. Das deutsche Geldsystem existiert seit 1949. Wollte jemand einen als Kredit geschöpften Geldbetrag seitdem, also 55 Jahre benutzt haben, was in der Realität so stattfinden muss, um diesen Betrag als Zahlungsmittel in Umlauf zu halten, hätte er bei einer Verzinsung von beispielsweise 7,2 % p. A. seitdem das 41,7089fache des Geldumlaufs an Zinsen zahlen müssen. Mit anderen Worten: Von einem in dieser Zeit erwirtschafteten Vermögen X hätte er immerhin ca. 2,4 % behalten dürfen. Die restlichen 97,6 % hätte er als Zinsen im Laufe der Zeit an den Kreditgeber abliefern müssen. Dieser Vorgang trifft ebenso auf die gesamtwirtschaftliche Rechnung zu. Das hat übrigens dazu geführt, dass heute in jedem Produktpreis mindestens 40 % Zinsen enthalten sind.

Die zu obigem Ergebnis führende Rechnung lautet wie folgt:

Kapital X multipliziert mit 1,072 hoch (55 minus 1)!

Natürlich haben wir bis jetzt noch kein Wort über die Tilgung verloren. Das sind aber die niedlichen kleinen 2,4 %. Das heißt: Nach Tilgung des Kredites bleibt dem Arbeitenden NULL. Das ist es, was ich im vorangegangenen Gespräch mit der Bundesbank habe deutlich machen wollen. Damit sind übrigens alle erzeugten Sachwerte nicht mehr bewertbar oder besser: Damit haben alle Sachwerte einen rechnerischen Wert NULL. Den Weg dahin kennen wir als Begriff Deflation. Der eigentliche Grund ist, dass Kreditgeld zumindest rechnerisch niemals den Eigentümer wechseln kann. Lediglich der vorübergehende Benutzer wechselt, was den so genannten Geldkreislauf ausmacht. Eigentümer bleibt letztlich immer der Kreditgeber bzw. der Eigentümer des Kreditgebers, wobei wir bei den Investmentbanken wären, an die der wesentliche Teil der Zinseszinsen durchgeleitet wird.

Wenn man den gleichen Zinssatz für den US - $ zu Grunde legt und annimmt das 1913, nach der Privatisierung der amerikanischen Zentralbank ( Federal Reserve Act ), 1 $ (in Worten: ein Dollar) als Kredit in Umlauf gebracht wurde, so entwickelte sich dieser eine Dollar bei einem Zins von 7,2 % in 91 Jahren zu bis heute 521,83 $. Das heißt mit anderen Worten: Um diesen einen $ in Umlauf zu halten, durfte er nicht durch die Zinszahlungen kannibalisiert werden. Somit mussten Zins und Zinseszins zwangsläufig aufgeschuldet werden. Die Geldbenutzer durften also, nur um diesen $ als Tauschmittel 91 Jahre lang zu benutzen, mehr als das 520fache des Kreditbetrages als Umlaufgebühr bezahlen. Das vor Tilgung scheinbare Eigentum in Geld, das man US- $ nennt, beläuft sich bis heute auf gerade noch mal 2 Promille des durch den aufgelaufenen Zins gesamt geschuldeten Betrages. Schön pervers, nicht wahr?

Hier stellt sich die Frage, wer sich hat einfallen lassen, die Münzen als begrenzt gesetzliche Zahlungsmittel, die Banknoten jedoch, die nichts weiter sind als ein aus der Kreditgewährung privater Banken entstandenes Giralgeldderivat, als unbegrenzt gesetzliches Zahlungsmittel zu definieren.

Dies gilt übrigens in fast allen Nationen dieser Welt. Ob man nun, wie in den USA, die Zentralbank selbst, oder, wie beispielsweise in Europa, nur das Recht Geld ausschließlich durch Kreditgewährung zu schöpfen, privatisiert, spielt dabei nicht die geringste Rolle. Das verheerende Ergebnis ist das gleiche.

Mit dieser Definition wird das Recht der Geldschöpfung von der auf diesem Planeten bis dato höchsten Haftungsinstanz, dem souveränen Nationalstaat mit seiner Bevölkerung als kollektiv haftende Gruppe, auf eine untergeordnete Haftungsinstanz, nämlich das internationale Bankensystem verlagert. Die Abtretung, die Privatisierung, dieses wesentlichen Souveränitätsrechtes des Nationalstaates an die internationale Bankenallianz, bedeutet gleichzeitig die Abtretung oder besser die Privatisierung der Souveränität an sich. Dieser Vorgang kann nur in der Absicht begründet sein, die nationale Souveränität in Zukunft insgesamt und vollständig auf eine andere Instanz, z. B. eine faschisto-kommunistische Weltregierung zu übertragen.

Da diesem Entschluss keinerlei demokratische Legitimation vorangegangen ist, muss er woanders seinen Ursprung, seine Motivation haben. Wir werden fündig, wenn wir die Schlusserklärung anlässlich der Gründung der internationalen Bankenallianz im Jahre 1913 in Paris auf uns wirken lassen.

Sie lautet:

„Die Stunde hat geschlagen für die Hochfinanz, öffentlich ihre Gesetze für die Welt zu diktieren, wie sie es bisher im Verborgenen getan hat… Die Hochfinanz ist berufen, die Nachfolge der Kaiserreiche und Königtümer anzutreten, mit einer Autorität, die sich nicht nur über ein Land, sondern über den ganzen Erdball erstreckt.“

Da kommt doch richtig Freude auf. Nun wissen wir wenigstens, wer auf dieser Welt wirklich das Sagen hat. Es sind jedenfalls nicht Sie, mit ihrem Stimmzettelchen, bei irgendwelchen demokratischen Wahlen. Und es sind auch nicht die, die sie glauben demokratisch gewählt zu haben.

Die Auswirkungen dieser Verschwörung sind so verheerend, dass sie in einer Fortsetzung dieses Aufsatzes noch ausführlicher beschrieben werden müssen.

Bis hierher steht jedenfalls folgendes fest: Die permanente Überschuldung aller sozialen Einheiten wird damit systemimmanent. Da die aus dem Kredit selbst zu zahlenden Zinsen die Geldmenge andauernd kannibalisieren und die Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nur durch immerwährende neue Aufschuldung gewährleistet werden kann, muss der unendlich wirkende Zinseszinseffekt an irgend einem Punkt die Verfügbarkeit neuer Kredite übersteigen. Mit anderen Worten: Die Zinszahlungen verschieben das

Giralgeld als zu Geldkapital gewordene Forderungen vom realwirtschaftlichen Geldkreislauf in den finanzwirtschaftlichen Geldkapitalkreislauf, mit einer Tendenz, die die der Realwirtschaft zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel gegen „Null“ treibt. Das ist der Grund, warum in diesem Konstrukt immer ein vollständiger Systemzusammenbruch, der nur durch eine Währungsreform abgelöst werden kann, erzwungen wird. Gleichzeitig werden die auf die Gesamtverschuldung fälligen Zinsen bei den Banken zu Geldkapital, während alle Sachwertschöpfung zur Erzeugung von Haftungsmasse für den nicht tilgbaren Gesamtkredit degradiert wird.

Um es mit einfachen Worten auszudrücken: Solange Geld als Kredit für in der Vergangenheit erworbene Vermögen, statt als Lohn oder Bezahlung für in der Gegenwart geleistete Arbeit in Umlauf gebracht wird, liegt das Eigentum an der gesamten entstehenden Wertschöpfung der Gegenwart bei den Kreditgebern. Die Entstehung von Eigentum bei einzelnen Personen der kollektiven Kreditnehmerschaft als Benutzer des bestehenden Geldsystems ist nur scheinbar und eingebildet. In Wirklichkeit steht uns allen nur ein permanent prolongierter Kredit eines privaten Bankensystems zur vorübergehenden Nutzung als Zahlungsmittel zur Verfügung, für die wir einen durch den Zinseszinseffekt exponentiell steigenden Betrag als jährliche Nutzungsgebühr bezahlen. Das in einem Geldsystem, das ausschließlich aus Kredit besteht, niemand anderes als der Kredit gebende Geldschöpfer Geldeigentum haben kann, ist natürlich klar. Die Verschiebung des zu Geldkapital gewordenen Kreditgeldes in die Konten einiger weniger Ultrareicher ist nur möglich, solange der Forderungsüberhang als permanent arbeitender Zinsgenerator von den Geschäftsbanken nicht eingefordert wird. Bei einer gleichzeitigen Kündigung aller Kredite durch das Bankenkartell und dem damit zwangsläufigen Verschwinden der Geldmenge, wäre auch die Zentralbank aus bilanztechnischen Gründen gezwungen, die Banknoten für ungültig zu erklären. Die Haftung für den in Geld nicht mehr verfügbaren Überhang der Differenz aus Verschuldung des Kreditnehmerkollektivs, genannt Nationalstaat, kann nur durch die Ablieferung aller in diesem Staat existierenden Sachwerte erfüllt werden.

Daraus ergeben sich mehrere brisante Schlussfolgerungen:

Da alles Geld Bestandteil eines einzigen Kreditvolumens ist, kann uns nicht wirklich jemals Geld gehören.

Da alles Geld nur Kredit ist, werden weder Arbeit noch sonstige, wie auch immer erbrachte Leistungen, jemals endgültig bezahlt.

Da alles Geld Kredit ist, würde bei gleichzeitiger Kündigung aller Formen von Kredit, die Geldmenge zu „Null“ schrumpfen.

Da auch für die Zinszahlungen lediglich der Kredit selbst und kein echtes Geld zur Verfügung steht, haben wir in den letzten 50 Jahren im Wesentlichen zwar die Geldmenge vertilgt, nicht aber die Kredite getilgt. Dabei können die als nominaler Betrag in Umlauf gebrachten Münzen (Bei €-Einführung für Deutschland 5,538 Milliarden) das Drama nicht aufhalten. Dieser Betrag reichte gerade aus, um die sonst nur aus dem Kredit selbst zu bedienenden Zinsen für eine Woche zu bezahlen.

In Zahlen liest sich das, wie folgt: Die gesamtwirtschaftliche Verschuldung aller sozialen Einheiten (Öffentliche, Private, Unternehmen) beträgt heute über 6 Billionen €. Darauf werden über 400 Milliarden Zinsen p. A. fällig. An neuen Krediten werden aber nur mehr 100 Milliarden vergeben. Zwar steigt dadurch die Verschuldung absolut weiter. Die der Realwirtschaft zur Verfügung stehende Geldmenge schrumpft dagegen, was zum permanenten deflationären Preisdruck auf jedes mehr erzeugte Realprodukt führt.

Man könnte auch sagen: Gesamtwirtschaftlich sind wir permanent mit nichts weiter beschäftigt, als Haftungsmasse für den ständig steigenden Kreditüberhang zu produzieren, deren Wert allerdings in der ständig schrumpfenden Geldmenge gemessen wird. Genau deshalb ist die gesamte Volkswirtschaft dazu verdonnert permanent immer mehr Gütereinheiten zu immer kleinerem Preis zu liefern.

Dies kennzeichnet sozusagen die Phase der Rückabwicklung aller Kredite.

Diesen Vorgang können Sie als schematische Darstellung der beigefügten Liste entnehmen.

Schauen wir uns noch kurz an, wie der gesamtwirtschaftliche Ablauf vom Start eines Kreditgeldsystems aussieht und wie er endet:

1945: So ziemlich alles war zerstört. Deutschland war zum idealen Aufschuldungsgebiet geworden. 1949: Jeder bekam DM 40,--, die als Kredit der deutschen Länder bei der damaligen Bank deutscher Länder, der späteren Bundesbank, verbucht wurden. Dies war übrigens der einzige Kredit, den dieses Institut jemals an den Bund vergeben hat. Die Rückzahlung ist für 2005 - 2006 vorgesehen. Das Volumen belief sich schätzungsweise auf 2,8 Milliarden Mark. Die Einführung des neuen Geldes, vor allem aber Mut und Tatkraft der Menschen, brachten ein neues Wirtschaftsleben in Schwung. Kredit über Kredit wurde bewilligt, Geld kam so in Umlauf und die Bude brummte nur so. Warum? Am Beginn eines solchen Prozesses übersteigen die nominalen Wertschöpfungssteigerungen als Summe aus Wachstum und Produktivitätssteigerungen bei weitem die fälligen Zinszahlungen. Jeder braucht eine Wohnung, ein Auto, neue Möbel, neue Kleidung usw. Weil der Bedarf am Anfang die Produktionskapazitäten übersteigt, entstehen ganz ordentliche Inflationsraten, die das Geld in einen sich ständig beschleunigenden Umlauf zwingen. Hier hören wir dann von einem Märchen der so genannten Volkswirte, die einzig die Aufgabe haben, den allumfassenden Besitzanspruch der Weltkreditgeber argumentativ zu sichern. Man nennt es die Inflationslüge. Geprügelt und enteignet durch zwei Hyperinflationen im 20. Jahrhundert, glaubt das staunende Publikum an den Vorteil der Geldwertstabilität, mithin der Preisstabilität. Das Publikum versteht nicht, dass Inflation dem Schuldner, und das waren und sind sie ja mehr oder weniger alle, nützt, und dass es in der Prosperität niemals schädliche Inflation gibt. Tatsächlich laufen die Preise immer nur den Löhnen hinterher. Es existiert niemals eine Preis – Lohn - Spirale. Man kann die Preise nur erhöhen, wenn vorher auch die Einkommen gestiegen sind. Sonst sind die gestiegenen Preise nicht zu bezahlen. Schließlich wird die Produktion, weil sie sich wegen steigender Preise lohnt, solange aufgestockt, bis, sozusagen vollautomatisch, wieder Preisstabilität eintritt. Dies geschieht genau dann, wenn in den jeweiligen Produktionsbereichen der Bedarf vollständig gedeckt werden kann, d.h. eine echte Marktsättigung entsteht. Zu dieser soziologisch betrachtet vorteilhaften Entwicklung kommt es aber leider nie, weil die Zentralbanken frühzeitig durch Leitzinserhöhungen und Geldverknappungen die Preisstabilität wieder herstellen, oder besser gesagt, dem Wunsch der Großgläubiger nachkommen, ihr arbeitsfreies Zinseinkommen zu sichern, bevor die totale Vollbeschäftigung die Wertschöpfungserträge vom Kapital weg zur  Arbeit hin verschiebt. Weil das Publikum immer noch von früheren Hyperinflationen weiß, lässt es sich leicht täuschen. Es glaubt allen Ernstes die Zentralbankmaßnahmen wären in seinem Sinne. Es versteht nicht, dass destruktive Inflation immer nur nach einem deflationären Kollaps möglich ist. Der nach der Deflation durch ständig steigende Kapitalkosten folgende Zusammenbruch der Produktion, geht, auch dank bescheuerter Buchhaltungsregeln, an einem bestimmten Punkt des Verlaufs sehr schnell. Die Geldmenge kann aber nicht schnell genug hinterher schrumpfen, weil vor allem die öffentliche Hand, durch langfristige finanzielle Verpflichtungen, dazu verdonnert ist, das Geldvolumen durch Aufkreditierung unangemessen aufrechtzuerhalten. Man kann nun mal Pensionszahlungen, Gehälter o. ä. nicht von heute auf morgen einstellen, nur weil wegen einer gigantischen Pleitewelle die Produktionsbasis und damit auch die Steuerbasis fehlen. Die verbliebenen Produkte bzw. die Produkte, die noch produziert werden, stehen mengen- und wertmäßig in keinem Verhältnis zur Geldmenge und explodieren im Preis. Das ist die böse Hyperinflation nach der Deflation.

Die normale Prosperitätsinflation sorgt für eine angenehme Verlangsamung der Zinsdruckerscheinungen des zwingenden Verschuldungsprozesses, weil die steigenden Preise die Neuverschuldung der geleisteten Zinszahlungen natürlich dramatisch erleichtert. Dieser Erleichterung wirken die Handlanger der Macht rechtzeitig entgegen. Sie steigern die Leitzinsen. Dies geschah zwischen 1980 und 1982 durch den damaligen US-FED Chef, Paul Volcker. Er erhöhte die Leitzinsen in schwindelnde Höhen von über 15 %. Dadurch kam die gesamte Weltwirtschaft in Kapitalkostenbereiche, die durch Wertschöpfungswachstum der Realwirtschaft nicht mehr zu schwingen waren. Dies verhinderte, dass die Ersparnisse, also die Zwischenlagerung eines Teiles des Gesamtkredites beim Sparer, einem nicht individuell verschuldeten Angehörigen des Kreditnehmerkollektivs, weiterhin in sinnvolle Produktion floss. Es schlug die Stunde des Plünderungsinstrumentes Nr. 2, den so genannten Finanzmärkten. Es begann die größte Aktienhausse aller Zeiten. Eine Aktienhausse ist übrigens nichts anderes als eine Verlagerung der Prosperitätsinflation in die Finanzmärkte. Weil der systemimmanente Deflationscharakter der Finanzierungsseite unserer Wirtschaft mit fortschreitender Zeit auch vor diesem Bereich nicht halt macht, ist klar, dass es sich um einen groß angelegten Enteignungsprozess breiter Weltbevölkerungsteile handelt. Da jeder Kursgewinn nur dann ein Gewinn ist, wenn er in Geld ausgeglichen wird, die Entwicklung der Geldmenge aber nicht mit der Kursentwicklung und der daraus resultierenden (nicht bezahlten!) Kapitalisierungsentwicklung einhergeht, entsteht am Ende ein Kapitalisierungsüberhang, der nicht durch vorhandenes, oder besser, nicht vorhandenes Kreditgeld, ausgeglichen werden kann. So stieg allein der schwergewichtige Dow Jones Index der USA von 1982 bis 2000 von 750 auf 11800 Punkte. Das ist mehr als das 15fache. Möglich war das natürlich nur, weil die Preisbildung bei Aktien und anderen börsennotierten Werten ( nur ein Stück muss zu einem höheren Preis gehandelt werden, schon steigt der Preis aller anderen Stücke des Unternehmens, d.h. die Kapitalisierung steigt, ohne dass das investierte Kapital gesteigert wird, da derjenige der höher verkauft und das höhere Cash bekommt, dieses Geld ja wieder heraus zieht ) vorübergehend Geldschöpfung ohne jegliche Wertschöpfung ermöglicht. Ein weiterer Effekt ist die rasante Erhöhung des auf der Arbeit lastenden Produktivitätsdruckes. Die in der Aktienhyperhausse ebenso rasant steigende Kapitalisierung der Aktiengesellschaften in ihrer Gesamtheit, rechtfertigt die dauernde Erhöhung der Renditeforderungen der Kapitaleigner, die Forderung nach dem permanent steigenden Shareholder – Value. Auch hier wird eine Systemperversität deutlich, die der gesunde Menschenverstand nicht fassen kann.

Machen wir es kurz. Da es für die breite Masse der Menschen in dieser Phase immer schwieriger wurde durch Leistung in der Realwirtschaft zu Wohlstand zu kommen, blieb diesem Haufen Lemminge nichts anderes übrig, als sich ab einem gewissen Punkt auf die schon längst überteuerten „Wertpapiere“ zu stürzen, um sich ein Stück vom erhofften Wohlstand zu sichern. Natürlich war die Geldmenge, die man gebraucht hätte, um die Kapitalisierungsauswüchse am Ende der Hausse einmal in Geld umzusetzen, nie vorhanden. Sie hätte sich von 1982 bis zum Jahr 2000 verfünfzehnfachen müssen. Dass dies nicht geschehen konnte, stellten die Zentralbanken pflichtgemäß sicher. Schließlich haben Sie ja im Auftrag der Hochfinanz, also der Gläubiger, für die Geldwertstabilität, die eigentlich Kreditwertstabilität heißen müsste, zu sorgen. Der Zusammenbruch der Finanzmärkte stellte die Enteignung der Dummen durch die Hochfinanz in diesem Teil des Dramas dar. Parallel zu den frechen Plünderungen durch die Hochfinanz haben natürlich die Handlanger dieser Leute, vor allem die demokratisch gewählten Politiker, kräftig mitgeholfen, die vollkommene Plünderung und Knechtschaft der profanen Gesellschaft sicherzustellen. All das, was dabei mithalf den gegenwärtigen Zustand der Welt herbeizuführen, aufzuzählen, würde Bücher füllen und diesen Rahmen sprengen.

Unter den gegebenen Umständen, darf man getrost sagen, dass wir in einem totalitären System leben, dessen Zukunft nur in der Ablösung durch ein anderes totalitäres System bestehen kann. Ich habe neben der am Beginn dieses Aufsatzes aufgeführten Definition noch eine weitere entwickelt, die wie ich finde, nicht weniger fröhlich klingt:

Das privatisierte Kreditgeldschöpfungsmonopol als Instrument des Globalisierungsterrors der Plutokraten auf dem Weg zur offenen faschistoid kommunistischen Weltdiktatur !

Natürlich gibt es Lösungen für die sich derzeit verschärfende Systemkrise. Technisch sind diese Lösungen sehr einfach. Und sie wären auch politisch sehr einfach, wenn, ja wenn die heutige politische Klasse wirklich dem Wohl des Volkes dienen wollte, wenn sie eben nicht ganz anderen Herren dienen würde. Diese anderen Herren würden die folgenden, unstreitig für 99,9 % der Weltbevölkerung vorteilhaften Lösungen, nicht sonderlich schätzen. Denn diese „Herrgötter“ würden dabei zwar nicht die Ganze, aber einen wesentlichen Teil ihrer Macht verlieren. Dieses vielleicht eine Promille (wahrscheinlich noch viel weniger) der Weltbevölkerung hat sich einen Effekt zu nutze gemacht, den ich in zwei Beispielen noch kurz erläutern will, um danach noch einige Ideen zu erläutern, die als Lösung für die derzeit desolate Weltlage dienen können.

Zum besseren Verständnis der oben erwähnten Effekte des systemimmanenten Dramas in der Monopolykreditgelddiktatur, lassen wir ein wenig unsere Phantasie spielen. Nehmen wir an, Karl VIII von Frankreich hätte, nachdem er 1429 die Engländer verjagt und die Jungfrau von Orleans verraten hatte, 1000 Goldstücke zu je einer Unze besessen, nein besser sein Eigentum genannt. Da sein Unterhalt von den Untertanen bezahlt wurde, konnte er sich erlauben, seinen kleinen Schatz, der nach heutigen Maßstäben eines Königs unwürdige, lächerliche 425.000 $ wert wäre, zu durchschnittlich 7,2 % Zinsen zu verleihen und die empfangenen Zinsen wieder mit zu verleihen. Nähmen wir an, er hätte am Ende seines Lebens vererbt, und seine Erben hätten diese Anlagepolitik bis heute fortgesetzt. Was würden die jetzt lebenden Nachkommen/Erben wohl heute, nach 574 Jahren gleich bleibender Anlagepolitik, besitzen?

Ob sie es glauben oder nicht: Diese Könige der Welt würden rechnerisch heute 200 Billiarden Unzen Gold ihr Eigen nennen. Zum besseren Verständnis: Da es soviel Gold ja nicht gibt, hätte Gold beizeiten vollständig durch Geld ersetzt werden müssen, denn nur das lässt sich beliebig vermehren. Deshalb hätten die Nachkommen heute Forderungen in Höhe von über 600.000 Billionen (600.000.000.000.000.000,--) EURO an den Rest der Welt. Nun müssen Sie sich vorstellen, dass z. B. Deutschland z. Z. einen maximalen Gegenwert von rund 6 (sechs) Billionen EURO, nämlich maximal dem Betrag der Gesamtverschuldung aller sozialen Einheiten in EURO in Deutschland, repräsentiert. Den Nachkommen Karls würden also sozusagen 100.000 Stück Deutschland gehören; oder mehr als 200 Stück „Welt“ mit allem was drauf, drin und dran ist, einschließlich Mond, mit allem was dazugehört sozusagen. Aber wenn all dies einer einzigen Familie gehörte, was sollte dann allen anderen gehören? Und wie sollten diese anderen es schaffen, innerhalb des kommenden Jahres, die am Jahresende fälligen 7,2 % Zinsen zu erwirtschaften? Immerhin müssten sie 14,4  weitere Erden/Welten als fällige Rendite liefern. Was bliebe für den Rest der Welt zum Leben? Natürlich nichts. Um zu überleben, müsste man diese Nachkommen Karls irgendwie enteignen. Das dürfte allerdings sehr schwierig werden, angenommen es wären heute, sagen wir einmal, ca. 300 Personen, die sich inzwischen auf die ganze Welt verteilt hätten. Diese Leute hätten natürlich eine enorme Macht, sozusagen einen umfassenden Einfluss auf alles öffentliche Leben, inklusive Politik und politischem Establishment. Da diesen Personen alles gehörte, wirklich alles im wahrsten Sinne des Wortes, würden diesen Personen auch alle Medien gehören, was natürlich eine ganz besondere Rolle spielt. Was sollte diese Leute dazu bewegen, irgend etwas von ihrem Eigentum herzugeben oder auf Ihre angemessene Rendite zu verzichten, nur damit andere auch einigermaßen passabel leben können? Da deren jährlicher Vermögenszuwachs schon lange, das zum Leben notwendige millionenfach überstiege, könnte nur Macht und Machterhalt das alles tragende Motiv sein. Wesenheiten mit solchen Motiven neigen aber naturgemäß nicht zur Mildtätigkeit. Die einzige Gefahr, die diesen Leuten drohen würde, wäre die allumfassende Erkenntnis der Allgemeinheit, dass Sie Ihr Dasein, ihr ganzes Leben, als Sklaven dieser kleinen Elite verbringt. Aus der Sicht dieser „Herrgötter“, müsste also um jeden Preis verhindert werden, dass die Allgemeinheit zur allumfassenden Erkenntnis über die Funktion und Auswirkung des Zinseszinseffektes im Kreditgeldmonopol gelangt. Die Götter müssten das gemeine Volk glauben machen, es lebe in Freiheit und Wohlstand und würde über sich selbst bestimmen. Dies müsste solange aufrechterhalten werden, bis man die allumfassende wirtschaftliche Macht in eine unumkehrbare allumfassende politische Macht umgewandelt hätte. Idealerweise würden diese, den ganzen Erdball besitzenden Personen, ihr Vermögen als Basis des Kreditgeldsystems zur Verfügung stellen, um den Rest der Welt bis zum Erreichen des höheren Zieles, an der endgültigen Manifestierung deren eigener Sklaverei mitwirken zu lassen. Was anderes, als die endgültige Festschreibung unumkehrbarer Macht, sollte für jene Wesen, denen sowieso schon alles gehörte, noch interessant sein?

Nun, vielleicht scheint dies ein wenig weit hergeholt. Unwahrscheinlich ist allerdings nicht, dass jene Familie, die im Jahre 1815, zur Zeit des Wiener Kongresses, den gesamten Anleihenhandel Europas beherrschte, schon 100 lächerliche Millionen besaß. Auch dieser Betrag würde sich bei einer Verzinsung von 7,2 % p. A. (1,072 potenziert mit 189 -1) heute auf über 45.000 Milliarden belaufen, welche Währung wir auch immer zugrunde legen wollen.

Daran gemessen wäre Bill Gates ein wirklich armer Mann.

Natürlich dürfte der Rest der Welt nicht merken, wie unvorstellbar reich und mächtig diese eine, oder besser, vielleicht einige wenige Familien, sagen wir einmal 13 an der Zahl, in Wirklichkeit sind. Sie würden selbstverständlich dafür gesorgt haben, dass da, wo ihr Geld, ihre Macht und ihr Einfluß drin sind, egal ob Universitäten, Unternehmen, Verbände, Parteien oder andere Organisationen, ihre Namen nicht drauf stehen. So gut wie niemand würde, vor allem wegen ihres enormen Einflusses auf Erziehung und Bildung über einen schon sehr langen Zeitraum, die wahre Beschaffenheit der Matrix verstehen. Deren Eigentum an allen Verlagen und Medien dieser Welt, wäre dabei natürlich von ebenso überragender Bedeutung, wie die totale Kontrolle von eitlen Handlangern in den so genannten Logen.

Wir erkennen hier außerdem glasklar die Bedeutung des Faktors Zeit bei der Entwicklung von Vermögen und vor allem bei der Ausdehnung von Macht. Zwar ist es für den naiven, oder besser im positiven Sinne einfach und optimistisch denkenden Menschen nur schwer vorstellbar, dass es Wesen oder Personen gibt, die ein völlig anderes Verhältnis zum Zeitbegriff haben, als sich der Profane überhaupt vorstellen kann. Trotzdem sollte man nicht außer Acht, lassen, dass dies eine Grundvoraussetzung für deren über Generationen langfristig angelegtes Denken, Planen und Handeln ist.

Die Herrscher der Matrix, wissen natürlich auch, dass wenn sie die Menschheit auf Dauer in die Knechtschaft zwingen wollen, sie dies nur erreichen können, wenn sie es im Weltmaßstab ausführen. Das ist der tiefere Sinn von Globalisierung und Internationalisierung, vor allem aber auch von Kriegen und insbesondere von Weltkriegen. Weltkriege sind sozusagen zwingend erforderlich. Denn die Ausdehnung der Weltleitwährung und ihrer Einflusssphäre, zunächst konstruiert als nationales Kreditgeldmonopol, auf die internationale Bühne, ist schon allein deshalb erforderlich, weil dieses Instrument zur Versklavung der Menschheit auch einen Haken hat, der auf dem Weg zur absoluten Macht ein präzises Timing globaler Maßnahmen erfordert.

Natürlich wären die Vereinigten Staaten von Amerika schon längst in der Deflation abgesoffen, wenn, ja wenn es nicht ein probates Mittel zur Ausdehnung des Dollar – Währungsraumes, oder besser zur Ausdehnung des Aufschuldungsgebietes gäbe. Der vom Zinseszins erzeugte Wachstumszwang erfordert Ausdehnungsprozesse der Kreditgeldschöpfung, die in begrenzten Gebieten nicht machbar ist. Daraus ergibt sich die Zwangsläufigkeit der Kriegführung zur Eroberung neuer Aufschuldungsgebiete, um die Weltleitwährung auch außerhalb der Landesgrenzen als Refinanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen.

Insofern machte die totale Zerstörung Deutschlands im zweiten Weltkrieg sehr viel Sinn. Je mehr man zerstört, je mehr Aufschuldungspotential entsteht.

Dieser Tage meinte denn auch ein Wirtschaftsfachmann, dass der Irak zur Zeit das Gebiet mit den besten Wirtschaftsaussichten auf der ganzen Welt sei. Den wahren Grund dürfte der geneigte Leser jetzt begriffen haben.

Wenn das kein Zynismus ist, was ist dann, bei mehr als 50.000 Toten als kleiner Kollateralschaden zur Kreditausdehnung, neben diversen anderen so richtig sinnvollen Gründen, wie der Verteidigung der „Demokratie“, ja, was ist dann Zynismus?  

Natürlich wird bei der oben erläuterten Betrachtung auch eines klar:

Die Erfinder dieses perversen Systems haben ein Ziel. Ich nenne es die unumkehrbare diktatorische politische Macht im Weltmaßstab. Dabei gibt es zwei verschiedene denkbare Varianten. Die eine ist die so genannte Weltregierung. Diese Version ist die nach meinem Dafürhalten weniger wahrscheinliche. Eine Welt von vier Großstaaten, wie bei Orwell (1984) beschrieben scheint mir als Ziel deshalb wahrscheinlicher, weil die machiavellistische Schaffung von Feindbildern zur Aufrechterhaltung der Macht in einer unipolaren Welt nicht so gut zu verwirklichen ist, wie in einer mehrpolaren. Allerdings könnte der Terrorismus diese Aufgabe in einer Einstaaten-Weltdiktatur durchaus übernehmen.

Jedenfalls verfolgen diejenigen welchen, von denen hier die Rede ist, ihre Ziele mit einer ungeheuren Akribie, Zielorientiertheit und ausgesprochener Eiseskälte. 

Wie es Leuten, selbst in Spitzenpositionen ergeht, die versuchen sich dem entgegenzustellen, zeigt der folgende Bericht (auszugsweise) von Richard Russell, einem der sicher bekanntesten Börsenanalysten der Welt:

The Greatest Scam – I have in front of me an actual five-dollar bill that was issued in 1963. But there’s something unusual about this five-dollar bill. There’s not a word on it about the Fed. No, this bill says across its top panel – “United States Note” rather than “Federal Reserve Note”.

In 1963 President Kennedy signed an executive order for the issuance of $3 billion in United States notes, denominated in $2s and $5s. Thus he circumvented the Fed. These notes are interest-free notes issued by the United States government and have nothing to do with the Fed. Was Kennedy trying to prove, that the US government can issue its own debt-free money? It’s not clear. Does any subscriber know the answer to this one? Five months after Kennedy signed this executive order, he was assassinated. Any possible connection?

Übersetzung (wobei ich das Wort “Scam” nicht kenne):

Das/der größte Scam – ich habe eine gültige Fünf-Dollar Note vor mir liegen, die 1963 herausgegeben wurde. Aber irgend etwas ist an dieser Fünf-Dollar Note anders. Da steht kein Wort von der „Fed“. Nein, diese Note trägt als Überschrift „United States Note“ statt „Federal Reserve Note“. 1963 unterzeichnete Präsident Kennedy eine Ausführungsverordnung zur Ausgabe von 3 Milliarden Dollar in „United States“ Noten in Nennwerten von 2 $ und 5 $. So umging er die Fed. Diese Noten sind zinsfreie Noten, herausgegeben von der US-Regierung. Sie haben nichts mit der Fed zu tun. Hat Kennedy versucht nachzuweisen, dass die US-Regierung ihr eigenes, nicht durch Kreditaufnahme geschöpftes, schuldenfreies Geld herausgeben kann? Es ist nicht klar. Weiß einer meiner Leser eine Antwort darauf? Fünf Monate nachdem Kennedy diese Ausführungsverordnung unterzeichnet hatte, wurde er ermordet.  

Richard Russell befasst sich in dieser Ausgabe seiner täglichen Mitteilungen mit der Frage der Geldschöpfung. Ich werde diesen Text gelegentlich noch einmal verwenden und vollständig übersetzten. Zum besseren Verständnis nur so viel:

Am 23.12.1913 wurde die amerikanische Zentralbank durch das so genannte Federal Reserve Gesetz privatisiert und monopolisiert, was den gleichen Effekt hatte, wie die Privatisierung des Geldschöpfungsrechtes in Europa. Das Münzregal selbst blieb beim Kongress. Deshalb tragen bis heute alle US-Münzen die Prägung „United States“. Die Banknoten haben dagegen den Aufdruck „Federal Reserve Note“. Der zusätzliche Aufdruck United States of Amerika ist da nur ein Feigenblatt. Da war man bei uns schon weniger zimperlich. Schon zur Zeit der seligen Deutschen Mark trugen nur die Münzen die Prägung „Bundesrepublik Deutschland“, während alle Banknoten lediglich den Aufdruck „Deutsche Bundesbank“ aufwiesen.

Heutzutage ist es in den USA wie folgt: Die Regierung lässt einen Zettel drucken auf dem steht: Wir, die Vereinigten Staaten, schulden X Dollar. Die schickt sie an die Fed. Daraufhin druckt die Fed ihrerseits Zettel mit verschiedenen nominalen Dollarwerten, auf denen nicht mehr und nicht weniger steht als: Damit kannst du deine Schulden (bei mir) bezahlen. Diese Zettel (Banknoten) begründen keinerlei Verpflichtung der Fed, außer der, sie für die Schuldentilgung zurückzunehmen. Dafür werden, die von den privaten Geschäftsbanken erhobenen Zinsen fällig. Haftung übernimmt nur der Staat als Kollektivschuldner bzw. Privathaushalte und Unternehmen als Einzelschuldner. Damit bleibt es ein Geheimnis, wieso der Staat, in diesem Fall die USA, nicht gleich die Zettel mit den nominalen Dollarwerten herausgibt und sagt: Damit bezahlen wir nicht unsere Schulden, sondern gleich die Güter die wir brauchen. Das eine Fiat-Money wäre so gut wie das andere, das im heutigen System verwendet wird und dazu führt, das wir für jede Autobahn, die jemals gebaut wurde in alle Ewigkeit im Durchschnitt 7,2 % Zinsen auf die entstandenen Kosten bezahlen, die als Kredit geschöpftes Geld in Umlauf gebracht worden sind. Tatsächlich begründet sich das Vertrauen auf Geld nicht in seiner Deckung durch irgend etwas, denn alle Dinge die als Deckung dienen könnten erhalten ihren nominalen Wert nur durch die allgemeine bzw. gesetzlich verordnete Akzeptanz des Geldes als Zahlungsmittel. Das wusste auch Kennedy. Deshalb hat er die Herausgabe von Geldscheinen kurzerhand unter das Münzregal gestellt, dass ja sowieso bis heute beim Kongress liegt.

Tatsächlich gehört die Ausgabe der Banknoten unter das Münzregal, denn die Beschaffenheit des Herstellungsmaterials spielt nun wirklich keine Rolle. Die Bedeutung des Rechtsträgers ist da schon von ganz anderem Kaliber.

Natürlich wäre es ein Kinderspiel, die oben beschriebenen Fehlentwicklungen zu beenden. Technisch gesehen zumindest brauchte man nur die Münzen zum ebenfalls unbeschränkt gesetzlichen Zahlungsmittel zu erklären. Da das Münzrecht beim Staat liegt, hätte man geradezu phantastische Gestaltungsspielräume. Denn wer sollte den Staat daran hindern 10.000 € Münzen zu prägen und damit seine Schulden und neue Investitionen zu bezahlen. Das könnten nur andere Staaten mit ihrer militärischen Überlegenheit bewerkstelligen. Auch eine neue Finanzverfassung, sowie ein Erbrecht, das die staatsgefährdende Erbschaft von Vermögen, die z. B. größer sind als 100 Millionen €, unterbindet, wären mit Leichtigkeit zu verabschieden, wenn, ja wenn die Demokraten dieser Welt tatsächlich der Allgemeinheit oder besser der Mehrheit der Menschen, von denen sie sich ja immerhin haben wählen lassen, dienen würden. Doch scheint es bei diesen Leuten, mit der oftmals bemühten Moral, nicht besonders weit her zu sein.

Stattdessen wird neuerdings weltweit immer häufiger über die Einführung eines neuen Goldstandards diskutiert. Der kommende Zusammenbruch wird vorsorglich der mangelnden Deckung des heutigen Kreditgeldes, insbesondere aber der ausufernden Staatsverschuldung in die Schuhe geschoben. Das der Staat, wie auch alle anderen Sozialpartner, im heute bestehenden System allesamt gar nicht anders können, als in der totalen Überschuldung unterzugehen, dürfte ich mit der vorliegenden Arbeit hinreichend bewiesen haben. Das liegt nicht an der mangelnden Golddeckung, sondern am Geldschöpfungsanlaß. Mit einer neuen Gold gestützten Währung, wie im ehemals vereinbarten Bretton-Woods System, käme die ganze Welt natürlich vom Regen in die Traufe. Es würde lediglich ein monopolistisches Kreditgeldsystem durch ein anderes ersetzt. Zwar würde das neue Kreditgeldsystem, angenommen man gönnte uns vorher um unserer Zustimmung willen eine Schuldenamnestie, zunächst eine Zeitlang scheinbar ganz gut funktionieren können. Am Ende würden wir allerdings feststellen, dass wir unser ganzes Leben unter der totalitären Herrschaft der Finanzoligarchie verbracht haben, genau wie im heute bestehenden Kreditgeldsystem und seiner als Demokratie getarnten Parteiendiktatur.

Und diejenigen welchen, die das neue System in Szene setzen werden, haben sich längst das meiste Gold unter den Nagel gerissen. Die Diskussion um den angeblich notwendigen neuen Goldstandard dient nur zur Ablenkung von den wahren Ursachen, der soeben verschärft auftretenden Systemkrise, um auch nach dem kommenden Zusammenbruch durch Überschuldung bei Neustart eines Systems die absolute Macht in den Händen derer zu lassen, die sie auch heute schon haben.

Um daran mitzuwirken, dies zu verhindern, bitte ich mir bei der Verbreitung dieses Aufsatzes zu helfen. Ich stelle den Text zur freien Verfügung. Er darf nur nicht ohne Rücksprache geändert werden. Mein Name als Autor kann, muß aber nicht genannt werden.

In Zukunft werde ich dieses Thema noch weiter beleuchten, insbesondere aber eine Finanzverfassung für einen Staat vorstellen, mit deren Hilfe dauerhafte, nachhaltige Prosperität ohne jedwede Wirtschaftszyklen sichergestellt wird.

PS:

Denken Sie in Zukunft immer daran: Wenn Sie irgend eine Leistung erbringen oder eine Sache hergeben und jemand will Ihnen eine Überweisung oder Bargeld aufs Auge drücken, so betrügt er Sie eigentlich. Er verschweigt Ihnen, dass es sich im ersten Fall nur um eine „good will“ Aktion handelt, die Ihnen einen Kreditanteil zur vorübergehenden Benutzung zur Verfügung stellt, auf deren weitere Verwendung Sie von Gesetzes wegen allerdings nicht bestehen können. Da sind Sie mit dem Bargeld schon besser dran, denn immerhin halten Sie ein gesetzliches Zahlungsmittel in den Händen, was nicht mehr und nicht weniger besagt, als dass Sie damit Ihre Schulden bezahlen können. Irgend eine Quantität von Kaufkraft ist damit nicht verbrieft. Das wäre an sich nicht so schlimm, wenn diese Scheine zumindest zu Ihrem Eigentum werden könnten und deren Vermehrung an vernünftige Regeln gekoppelt wäre.

Aber auch dieses Bargeld wird, an dem Tag an dem alle Banken ihr Geld, Entschuldigung, ihre Kredite zurück haben wollen, leider seine Gültigkeit verlieren.

Und glauben Sie mir: Sie wollen! Und das schon bald.

Ralf Prengel, im November 2004  





Hier noch ein interessanter Link, der zum obigen Thema passt.
"Der Welt Geldbetrug" von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandinstitut Hannover
http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_123c/T01.HTM