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Warum verteidigt die Bundeswehr nicht uns Deutsche?


Immer mehr Bürger in der BRD fragen sich, warum deutsche Soldaten am Hindukusch, im Kosovo und nun auch im Sudan eingesetzt werden.  Ist man doch der Meinung, die Bundeswehr wurde vor 50 Jahren deshalb ins Leben gerufen, um unsere nationalen Grenzen zu schützen und zusammen mit den Alliierten gegen den Kommunismus ein "Bollwerk" zu bilden.
Doch ist die Bundeswehr wirklich deshalb gegründet worden, um die nationalen BRD-Grenzen zu schützen?

Vom 3. bis 6. Oktober 1950 ließ Konrad Adenauer eine Gruppe militärischer Experten  unter strengster Geheimhaltung im Eifelkloster Himmerod zusammentreten.
Dabei waren unter anderem die Generale und Admirale Dr. Speidel, Heusinger, Ruge, Röttiger, Foertsch sowie Oberst Graf Kilemannsegg und Major Graf Baudissin vertreten.  Das Ergebnis war die "Denkschrift über die Aufstellung eines deutschen Kontigents im Rahmen einer internationalen Streitmacht zur Verteidigung Westeuropas".
Dies geschah vorallem auf Drängen der Alliierten, u.a. des britischen Hochkommissars General Brian Robertson.
Die "Himmeroder Denkschrift", wie sie genannt wurde erwies sich auf Jahre hinaus für den Aufbau der Bundeswehr als maßgeblich.  Sie wurde am 9. Oktober 1950 von Graf Schwerin zur Vorlage beim Bundeskanzler überreicht und einen Tag später auch dem Vorsitzenden der SPD, Dr.Kurt Schumacher, in Anwesenheit von Annemarie Renger und Carlo Schmid von Speidel und Heusinger vorgelegt und mit genereller Zustimmung durchgesprochen.
Die Kriterien für ein deutsches Kontingent waren:
Ablehnung einer Armee unter nationaler Verfügungsgewalt, Gleichberechtigung der Bundesrepublik Deutschland in einem internationalen Verteidigungsinstrument und Schwerpunktbildung des westdeutschen Beitrages bei den Heeresverbänden.
Das Ziel Adenauers war es, von den Alliierten handfeste Gegenleistungen für eine Wiederbewaffnung zu erhalten.
Die Formel lautete: "Deutsche Soldaten gegen Abschaffung des Besatzungsstatuts und Rückgabe eines Teils der Souveränität an Deutschland.  (zitiert aus der DMZ  Nr.47 vom September-Oktober 2005)

Eindeutig handelte es sich hierbei um einen Tauschhandel zwischen der BRD und den Alliierten.  Nach dem Motto: "Ihr bekommt deutsche Soldaten zu eurer (alliierter) Verfügung und wir (BRD) eine Art "Legitimation" in Form der "Souveränität" ".  Klar und deutlich geht aus diesen (geheimen) Abmachungen hervor, daß es sich bei der Bundeswehr nie um eine Armee für nationale Interessen oder gar zur nationalen Verteidigung gehandelt hat.
Da es sich bei der BRD-Regierung um eine Übergangsregierung handelte, die von den Alliierten eingesetzt war, konnte diese offiziell keinerlei Souveränitätsansprüche stellen.   Man unternahm also heimlich diesen "Kuhhandel" und gewann einen Status, der für eine Übergangsregierung eigentlich gar nicht vorgesehen war. 
Dem deutschen Volke wurde erzählt, die Bundeswehr sei eine nationale westdeutsche Armee, aufgestellt zur Verteidigung der BRD und Westeuropas in Zusammenarbeit mit den Alliierten. 
Heute sehen wir die Auswirkungen des "Kuhhandels" welcher vor 50 Jahren abgeschlossen wurde.   Die Bundeswehr wird im Interesse der Alliierten rund um die Welt eingesetzt, während im Inland die Kasernen geschlossen werden.  Die militärische Ausrüstung für den Verteidigungsfall wurde auf ein Minimum zurückgeschraubt.  Es erfolgte nach und nach eine Umstrukturierung der Truppe, die heute somit nur noch den Anforderungen im Rahmen von Aufträgen als mobile "Eingreifgruppe" im Auftrage von internationalen Organisationen und den Alliierten entspricht.
Für die Zukunft können wir also nur hoffen, dass wir Deutsche wirklich nur von "Freunden" umgeben sind, da im Verteidigungsfall die Bundeswehr nicht für uns zuständig ist.

die WFG-Schriftleitung