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Ursprung der Drachenerzählungen


Bis heute finden wir bei vielen Völkern Erzählungen über Drachen.  Wo ist der Ursprung dieser Erzählungen?
Denn Phantasie muß immer einen Ursprung haben.
Mitte der 90er Jahre des 19.Jahrhunderts, entdeckte der geniale Maschinenbauingenieur, Hanns Hörbiger, die Glacial-Kosmogonie (Welteislehre).  Aus dieser Lehre ergaben sich viele neue Ausblicke zur Kosmos-, Erd-, und Menschheitsentwicklung.  Man stellte u.a. fest, daß im Bereich der Menschheitsentwicklung, die Menschen viel älter wären und die Wahrscheinlichkeit bestünde, daß Mensch und Saurier einst zur selben Zeit existiert haben. Wenn sich also Menschen und Dinosaurier noch begegnet sind, wäre dies dann nicht der Ursprung der Drachenerzählungen?
Derjenige, der in der darwinistischen Weltanschauung gefangen ist, wird solche Beweise einfach beiseite schieben und ignorieren.

Wir sind vor einiger Zeit auf ein Buch mit dem Titel "Kulturgeschichte des deutschen Volkes",  gestoßen, in welchem zum Thema "Drachen" ähnliche Überlegungen vom Verfasser geäußert wurden.  Kannte der Verfasser die Glacial-Kosmogonie?  In seinem Werk wird diese Lehre nicht erwähnt.
Wir wollen hier die Überlegungen und Gedanken des Verfassers Rudolf Quanter zum Thema "Drachen" wiedergeben, da diese Gedanken einfach revolutionär sind.


Rudolf Quanter schreibt zum Thema "Drachen" auf den Seiten 24 - 28:
"In der Triasperiode herrschten noch die Reptilien über die Erde.  In der Juraperiode waren die Saurier noch die Gebieter und die Vernichter und Vertilger der kleineren Lebewesen.  Sie waren dumm, faul und gefräßig, wie heute das geflügelte Wort lautet; aber daß noch keine Säugetiere neben ihnen bestanden, das kann als sicher gelten.  Ob sich hie und da noch Nachzügler dieser furchtbaren Geschöpfe über die Kreidezeit hinaus bis ins Tertiär erhielten, mag hier dahingestellt bleiben. 
Auffallend ist es jedenfalls, daß in den Überlieferungen aller alten Völker die "Drachen" eine große Rolle spielen und daß diese Schilderungen geradezu überraschend auf Saurier passen, ja daß sogar in den bildlichen Darstellungen der Drachen unschwer Mitglieder des Sauriergeschlechts zu erkennen sind.
Da wir erst in neuerer Zeit aus Funden von diesen Tieren genauere Kenntnis erlangt haben, ist es wohl ausgeschlossen, daß jene alten Völker aus freier Phantasie sich Tierformen geschaffen haben sollten, die der Vergangenheit wirklich angehörten.  Nun hat man ja in den oberen Juraschichten noch Überreste von Sauriern neben denen von Landsäugetieren gefunden.
Sollte da doch auch der Mensch schon die Erde bevölkert haben?  Die Lebensbedingungen, die ihm das Dasein ermöglichten, waren jedenfalls gegeben, und es wäre doch wohl vorstellbar, daß die ersten Menschen mit den letzten Sauriern noch in Berührung gekommen wären und daß sich die Überlieferung von diesem Zusammentreffen fortgepflanzt hätte.  Daß die Welt, als bereits der Mensch seinen Siegeszug über alles Land und Getier der Erde - er sollte ja der Herr sein - angetreten hatte, noch viele Nachzügler des Sauriergeschlechts beherbergt habe, wird man aus eben den Gründen, die ein Zusammentreffen von Mensch und "Vorwelts"untier vermuten lassen, verneinen müssen.  Hätte es noch viele Saurier gegeben, würde der Anblick eines einzelnen nicht den Eindruck hinterlassen haben, der stark genug war, sich in allen den alten Volksüberlieferungen und Heldengedichten bis weit über das Mittelalter hinaus wie die Kunde einer ganz unbestreitbaren Tatsache in Herzen und Gemütern der Menschen zu behaupten.  Daß noch jetzt die Drachenerzählungen Gemeingut nicht bloß des deutschen Volkes sind, daß sie es wohl für alle Zeiten bleiben werden, wer wollte das bezweifeln?
Man glaubt allerdings jetzt, wo man doch wissenschaftlich viel eher und sogar mit voller Sicherheit festgestellt hat, daß es Geschöpfe gegeben hat, die den geschilderten Drachen und Lindwürmern äußerst ähnlich waren, nicht mehr an die Realität der Drachen und hat die sonderbare Erscheinung des Vorkommens der Drachensage bei den verschiedensten Völkern durch symbolische und astrale Erläuterungen erklären wollen.  Eine solche durchaus gekünstelte, willkürliche und deshalb äußerst anfechtbare Erklärung zu suchen und diese einer sehr naheliegenden und natürlichen vorzuziehen, dürfte bei ganz vorurteilslosem Erwägen aber sicherlich weder überzeugend wirken noch lobenswert erscheinen.
Gewiß, die Überlieferung hat ausgeschmückt, sie hat bekanntlich die Drachen als feuerspeiend geschildert.  Das hat aber nicht die geringste Beweiskraft dafür, daß, weil das Feuer Dichtung und Arabeske ist, auch der Drache Dichtung sein müsse. 
Wem fiele nicht ein, daß die deutsche Heldensage auch Dietrich von Bern Feuer speien läßt.  Das ist nichts weiter als eine Ausschmückung, die andeuten soll, daß, wie das Feuer unwiderstehliche Kraft ist, auch der Ritter Dietrich oder - auf unser Thema angewendet - der Drache als unwiderstehlich geschildert werden soll.  Dietrich von Bern ist aber eine historische Persönlichkeit; es ist der Ostgotenkönig Theoderich der Große, und Bern ist seine Hauptstadt Verona.  Wer wollte bestreiten, daß Friedrich Barbarossa eine geschichtliche Person sei, und dies damit begründen, daß die Volksdichtung ihn in den Kyffhäuser versetzt hat und ihn dort schlafen läßt, wobei sein Bart durch die Platte des Steintisches wächst? 

Mythen und Sagen ringen sich um alles, was in der Volksseele als groß, heilig oder wunderbar gilt.  Hat man dem "Drachen" Gifthauch angedichtet, der Mensch und Tier in seiner Nähe besinnungslos zu Boden sinken läßt, nun, dann ist doch nicht einmal gesagt, daß damit die Sage etwas erfunden haben müsse; sie hat vielleicht nur wirklich Gesehenes falsch beurteilt.  Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, daß ein Mensch oder selbst ein Tier, vor dem zum ersten Male fauchend und tosend ein so riesenhaftes Ungeheuer, wie es doch nach den gefundenen Skeletten einige Saurierarten gewesen sind, auftaucht, vor Schreck besinnungslos zu Boden stürzen konnte; das läßt noch lange nicht auf das Übel unserer Zeit, die überreizten und kranken Nerven, schließen.  Es ist dieselbe Erscheinung, die wir im Tierreich so oft durch die berufensten Beobachter festgestellt haben, daß nämlich Tiere, die gewiß nicht unter dem Druck überreizter Nerven stehen, dennoch durch den Anblick der beutegierigen Schlange gebannt werden und dann, zur Bewegungslosigkeit erstarrt, sich wehrlos verschlingen lassen, wiewohl sie sich durch die Flucht mühelos der Mitwelt erhalten könnten.

Bisher ist nur die Möglichkeit eines Zusammentreffens insofern nachgewiesen, als sich in den oberen Schichten der Juraperiode doch schon Landsäugetiere neben den Sauriern finden, die Lebensbedingungen also für beide bereits gegeben waren, womit natürlich das Vorkommen des Menschen noch lange nicht festgestellt ist.  Ob der Mensch in der Juraperiode oder erst im Tertiär aufgetaucht ist, mag dahingestellt bleiben, denn auch dann ist wissenschaftlich die Möglichkeit seines Zusammentreffens mit Tieren der "Vorwelt" einwandfrei erwiesen.  Es kommen neben durchaus neuen Formen unter gleichen Daseinsformen auch heute noch "vorweltliche" Geschöpfe lebend vor.  Wir sehen ferner, daß sich noch jetzt Tiergestalten erhalten haben, die in die moderne Fauna durchaus nicht hineinpassen, und wir erleben das Aussterben von Tierarten in einigen Gegenden, während diese Arten, ausgewandert, in anderen Ländern fortbestehen.
Wir finden in Australien noch Tiere ganz vorweltlichen Erscheinens und haben andererseits noch Nachkommen dieser Urweltriesen in unserer Zeit hie und da festgestellt und damit erkannt, daß auch längst "ausgestorbene" Gattungen doch noch einige Nachzügler, die den Weg in das große Nirwana nicht so schnell finden konnten, zurückließen.


Hier eine Figur aus einem Museum in Berlin, eine Erklärung hierzu wird nicht gegeben.


Wenn bis in unsere Tage hinein sich das allmähliche Verschwinden urzeitlicher Tiere noch feststellen läßt, dann leuchtet ein, daß Menschen, die vor etwa 50 000 Jahren oder - wer will dies feststellen? - vielleicht vor etwa einer Million Jahre in einer untergegangenen Schöpfungsperiode lebten, noch viel eher mit den Urzeitriesen zusammentreffen konnten.  Da gab es das riesige Iguanodon, ein aufrecht trabendes, etwa 10 Meter hohes, känguruhartiges Tier, dessen Reste in Belgien gefunden wurden.  Ein ähnliches Tier war das Trachodon.  Der Hadrosaurus war ein 35 Fuß langes Riesenreptil mit etwa 2000 Zähnen, das auf den Hinterbeinen hüpfte und in seiner Größe und der ganzen Erscheinung gewiß nicht Freude, sondern Todesschrecken erwecken konnte.  Der Masosaurus, eine furchtbare Urweltseeschlange, übertraf diese Riesen erklecklich, denn dieses Ungeheuer war 115 Fuß lang und erinnert an die gewaltige Midgardschlange der nordischen Mythe.  Auch das gibt zu denken, denn wenn vielleicht auch dieses Seeungeheuer - man berichtet ja heute noch über das Auftauchen solcher Unholde - noch von Menschen gesehen worden ist, dann hätte die Mythe ein lebendes Modell gehabt, gerade wie den Göttern lebende Helden als Urbild dienten. 
Es ist aber gar nicht von der Hand zu weisen, daß wirklich noch Menschen mit den Riesen der Jurazeit oder mit ihren bis ins Tertiär oder Quartär lebenden Nachzüglern in Berührung gekommen sind, daß diese also noch Zeitgenossen der Menschen waren.

Wir sehen also, daß von einer Vorweltgeschichte, überhaupt von einer Vorwelt nicht gesprochen werden darf und daß auch der Ausdruck "vorgeschichtlich" oder "prähistorisch" lokal begrenzt und kulturgeschichtlich selbst da nicht mehr gerechtfertigt ist, wo er für die Weltgeschichte sich aus sich selbst ergibt.  Nehmen wir nun an, daß wirklich Menschen mit "Urzeit"sauriern zusammengetroffen seien und daß demnach den Drachensagen ein realer Hintergrund gegeben sei, so werden wir das Vorkommen dieser sich außerordentlich gleichenden Sagen oder Überlieferungen bei den verschiedensten Völkern am natürlichsten damit erklären, daß dieses Zusammentreffen sich wohl in der "Urheimat" des Menschengeschlechts zugetragen haben dürfte und daß alle Stämme, die sich von der Urheimat aus nach den verschiedenen Gegenden der Erde ergossen, die alte Mär von den Drachenkämpfen und - das ist kulturhistorisch von der größten Bedeutung - das Heldenlied von dem kühnen Besieger eines solchen Unholds als heilige Überlieferung mitgenommen und von Geschlecht zu Geschlecht verpflanzt haben müssen."


die WFG-Schriftleitung