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Zum Helligkeits- und Farbenwechsel auf Mond und Mars



Folgende Ausführungen verdanken einer Anfrage ihre Entstehung, die also lautete: "Wenn man das Erblassen der dunklen Marslinien mit solifugalen Feineisanblasungen erklärt, warum sind im Verlaufe der Jahrtausende und Jahrzehntausende nicht auch die dunklen Mondstellen durch solche Feineisanblasungen aufgehellt worden?"

Zunächst sei zu erinnern gestattet, daß die ersten teleskopischen Mondbeobachtungen erst um 1610 angestellt wurden.  Die für unseren Fall wissenschaftlich kaum schon verwertbaren datieren frühestens auch erst aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts (J. F. J. Schmidt, Bonn und Athen, 1850-1880).  Und die dunklen Marslinien wurden erst 1877 entdeckt.  "Kanäle" sind es bekanntlich ja nicht, sondern bloß dunkel gefrorene Frisch-Überflutungen längs immer wieder aufbrechender, kaum verschweißter alter Risse in der ringsum auf einem über 400 km tiefen Ozean frei-schwimmenden Eiskugelkruste (Näheres bei Fischer: "Der Mars ein uferloser Eisozean".)  Ferner ist mit größter Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß unser heutiger Erdmond erst vor rund 13 500 Jahren eingefangen wurde, soweit nämlich Plato über den sogenannten "Untergang von Atlantis" ganz eindeutig von einem bestimmten Termin berichtet.  Wir erinnern an das alles nur um zu zeigen, daß wir mit dem Plural von Jahrzehntausenden nicht in Verlegenheit gebracht werden dürfen.
Aber noch mehr: Wir könnten im Notfalle auch mit Krustenniederbrüchen (Marebildungen!) rechnen, die noch vor 5000, 1000, 500, ja selbst noch vor 350 Jahren erfolgt sein können, ohne daß ein solches Ereignis durch einen Selenographen festgehalten worden wäre.  Aber auch dann, wenn wir den Mond schon seit 500 Jahren mit Rohr und Kamera hochwertig beobachten können, müßte die zarte Feineisbestäubung noch immer keine andere Änderung des teleskopischen Mondbildes bedingen, als wir sie heute während jener Lunation beobachten können.

Mit guten Gründen dürfen wir annehmen, daß die negativ-elektrische Ladung der Mondoberfläche um vieles schwächer ist, als die der Erdoberfläche.  Wenn wir von den der Erde in unserer "Glazialkosmogonie" jährlich zugesprochenen 25 oder 26 cm kosmischen Wasserzuflusses die runde Hälfte vom Feineiszufluß herleiten, und dem Monde (Seite 250) höchstens 2 % des irdischen spezifischen Zuflusses zuzusprechen sind, so gibt das am Monde einen allmonatlichen Feineisniederschlag von etwa 0,2 mm (Schmelzwasser-) Höhe.
Es ist das jedenfalls nur ein kleiner Bruchteil jener all-mondabendlichen und nächtlichen Rauhreifbildung, die das "Bleichen" der Mareflächen in der Nähe der Schattengrenze bewirkt.  Dieser moospflanzenartige Rauhreif erfolgt größtenteils aus dem Wieder-Niederschlag der im größeren Umkreis des Sonnen-Hochstandsortes sich immer wieder vollziehenden Verdunstung und allseitigen Auseinanderschwebung eben dieses Reifes.  Wegen dieser Bereifung kommen die (um die Mittagszeit dunklen) Mareflächen bleich aus der Nacht! - Hellweiß können sie trotz dieser Bereifung weder Abends in den Selbstschatten eintreten, noch des Morgens aus ihm herauskommen, weil diese Reifpflänzchen das Abends und Morgens die längsten Schatten werfen, die sich mit dem hellen Weiß der feinen Kristallflächen zu einem des Abends immer dunkler und des Morgens immer heller werdenden Grau vermischen!

Je höher aber des Mond-Vormittags die Sonne über den Horizont der zu untersuchenden Marestelle sich erhebt, desto kürzer werden diese Pflänzchenschatten, und desto heller werden auch diese Marestellen, so daß sie eigentlich am Sonnenhochstand bzw. des tropischen Mittags am hellsten erscheinen sollten.  Es tritt aber gerade das Gegenteil ein, weil eben bei noch höher steigender Sonne diese Schatten-werfenden Eiskristallpflänzchen zu verdunsten beginnen und wir dann auf die nackte, entreifte Marekristallfläche sehen, die dann eben dunkel erscheinen muß!  Dieser Eisdunst fließt als solcher vom Sonnen-Hochstandort nach allen Seiten auseinander und schlägt sich im weiten Umkreis wahllos auf die Mare- und Reliefgebiete wieder gleichmäßig nieder und zwar wieder in Rauhreifform.  Dieses Spiel wiederholt sich in jeder Lunation ganz gleichmäßig.  Wieder aufgelöst kann dieser Reif aber nur dort werden, wo er sich auf das dunkle Marekristalleis niedergeschlagen hat, während er am ohnehin schon längst dauernd weiß bereiftem Eisrelief nicht wieder aufgelöst werden kann.  Damit löst sich auch das Rätsel des besonders am Grunde des Plato sich am auffallendsten allmondtäglich vollziehenden Helligkeitswechsel.  Denn in jener tiefsten Niederung der von uns gesehenen Mondseite kann der Wasserstoffdruck vielleicht schon fast 1 mm Hg betragen, was schon eine leichtere Erwärmung des dunklen Kristalluntergrundes, also auch eine frühere Verdunstung (und späteren Wiederniederschlag) des Reifflors ermöglicht.  Dort aber, wo in dem höher gelegenen weißen Relief der Wasserstoffdruck nur einen kleinen Bruchteil von 1 mm Hg ausmachen dürfte, und wo die Sonnenstrahlung nur zum geringsten Teil absorbiert, zum weitaus größten Teil aber zerstreut reflektiert werden muß, kann eine solche allmondtägliche Verdunstung des allmondtäglichen Reifbelages nicht immer wieder erfolgen, sondern es häuft sich dort die Bereifung an.  Und wenn einmal eine solche Marestelle auch nur fingerdick mit aufeinander abgelagerten Reifschichten bedeckt ist, so findet dort wegen der dauernd besseren Reflexion eine allmondtägliche Verdunstung auch in den niedersten Breiten schon nicht mehr statt, wie dies z. B. bei den "mysteriösen" Radialstreifen einzelner "Krater" der Fall ist, darüber noch zu sprechen sein wird.
Wohl aber geschieht dies in den jeweils immer nur einmal bereifbaren kristallischen Mareflächen, ohne daß aber die Sonnenstrahlung auch den eigentlichen Mare-Eisgrund selbst merklich annagen könnte, da ja die tiefkalte Kristalleismasse die sich etwa ansammeln wollende Wärme gierig in die Tiefe schluckt.  Denn dieses Kristalleis leitet solche Wärme beispielsweise rund 60 mal gieriger in die Tiefe als ebenso kalter Quarz, - und auch noch 3-6 mal gieriger als etwa das hypothetische "glasartige Mondgestein" Frank W. Verys.  Es tritt hinzu, daß Eis (laut Ingenieur Taschenbuch "Hütte") in der Gegend von Minus 50°C bis 0°C etwa 2,5-2,8 mal mehr Wärme braucht zur Erwärmung um 1°C und die aufgenommene Wärme selbst in den kristallischen Maren mindest 1,2 mal besser wiederausstrahlt als glasartige Lava.  Somit kann man sagen, daß sich solche Glaslava 10 bis 25 mal leichter erwärmen müßte als Kristalleis.  Aus diesem Grunde darf Very unbeschadet + 180°C Mittagstemperatur seiner Mondlava herausrechnen, während unser Mare-Eis selbst in den ersten Nachmittags-Mondstunden auch oberflächlich noch tief unter 0°C bleiben muß.

Wir haben am Monde vorhin mit guten Gründen den allnächtlichen Reifbelag mit höchstens 2 mm und den mittleren Feineiszufluß mit 0,2 mm per Lunation wahrscheinlich zu machen gesucht.  Bei einer Koronastrahlbestreichung ist es natürlich mehr, - bei geringerer Sonnentätigkeit aber auch weniger.  Wir haben es ferner als wahrscheinlich erkannt, daß solcher Reifbelag in den niedrigen Breiten bei jeder Lunation immer wieder aufgelöst wird, und erkennen somit, daß der Feineiszufluß von durchschnittlich etwa einzehntel des monatlichen Reifbelages in der Weißfärbung der dunklen Mareflächen nur eine ganz untergeordnete Rolle spielt.  Mögen also solche dunklen Mareflächen der niedrigen Mondbreiten auch 500, 1000 oder auch 13 000 Jahre alt und mit solifugalem Feineis bestäubt worden sein, so werden sie uns um die Mond-Mittagszeit auch heute noch dunkel erscheinen müssen.

Wenn wir nun weiter bedenken, daß besonders kräftige Koronastrahlen aus den Wänden des solaren Verdampfungstrichters (oder Sonnenflecks) auch staubförmiges Kondensat der Mineralgase mitreißen müssen, so werden wir ganz leicht zugeben, daß jener feine "meteoritische" Staub, den Nordensköld aus den nordischen Schneefeldern herausgeschmolzen hat, heliotischen Ursprungs ist.  Da wir aber auch den Schnee zum größten Teil aus der solifugalen Feineisströmung herleiten, und oft viel tausend Kubikmeter Schnee ohne solchem "meteoritischen" Staubgehalt fallen, so ist leicht einzusehen, daß dieses geringe Staubquantum im großen Durchschnitt kaum 10 cbmm per Kubikmeter Schnee (als Wasser gemessen!) des solifugalen Zuflusses erreichen wird, wenn wir auch zeitweilig den nordischen Schnee zart rötlich gefärbt sehen würden.

Doch lassen wir einmal 0,000 000 01 vom Volumen des uns und dem Monde in Schnee- bzw. Feineisform zukommenden kosmischen Wassers als heliotische Staubbeimischung gelten!  Wenn wir nun weiter dem Monde per Lunation 0,2 mm solifugalen Feineisniederschlag (immer als Wasser gemessen!) zugesprochen haben, der mit dem allmondtäglichen autochthonen Rauhreif von 2 mm (Wasser-) Höhe per Lunation im Sonnenhochstandsbereiche der niedrigen Mondesbreiten mit Leichtigkeit immer wieder zur Verdunstung und ringsum zum Niederschlag kommt, so bleibt also davon aus jeder Lunation ein heliotischer Staubniederschlag von etwa 0,000 000 002 mm Höhe (immer als Wasser gemessen!) liegen; also je nach Staubkorngröße immer nur etliche tausend Stäubchen per Quadratkilometer der Marefläche!  Nehmen wir beispielsweise zwei Korngrößen an von 0,1 und 0,001 cmm Inhalt, so liegen per Lunation vom größeren je 20 000 -, vom kleineren je 200 000 Stück auf dem Quadratkilometer der Fläche.
Sehen wir von der Bahnschrumpfung in der kurzen Zeit von 13 500 Jahren des Trabantendaseins ab und rechnen wir rund 13 000 Jahre seit dem letzten Krusteniederbruch (Marebildung!), so wären das rund 170 000 Lunationen für dieses jüngste Mare.  Dasselbe hätte somit bis heute eine heliolitische Staubschicht von 170 000 × 0,000 000 002 = etwa 0,000 34 mm Höhe "angesammelt"  Nehmen wir wieder die beiden Korngrößen von 0,1 und 0,01 cmm Inhalt, so hat sich in diesen 13 000 Jahren am jüngsten Mare je ein größeres Staubkorn per rund 3 qcm oder je ein kleineres per rund 0,3 qcm Marefläche "eingefressen".  Das sind zwei Quadrate von etwa 17,3 und 5,5 mm Seitenlänge per Staubkorn!  Es ist klar, daß wir auch dann noch immer in derselben Größenordnung der abgeschätzten Staubdichte blieben, wenn wir uns irgendwo um ein oder zwei Dezimalen auf- oder abgeirrt haben sollten.


Hier die dunklen, weil entreiften Mareflächen gut zu erkennen.


Nun bleiben aber diese Sonnenstäubchen nicht dauernd am Mare-Eise obenauf liegen, sondern sinken wegen ihrer Dunkelfarbe und mindest 5 mal leichteren Erwärmbarkeit (ihre spezifische Wärme ist etwa eindrittel bis einhalb von der des Eises!) lunationsweise um Bruchteile eines Millimeters in das kristallische Eis ein.  Es liegen also jeweils nur die jüngsten Stäubchen am gut lichtabsorbierenden und besser wärmeleitenden Kristalleise ganz obenauf, während die aus früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten stammenden um so tiefer in das Eis eingedrungen sind, je älter, je größer, je dunkler und von je geringerer spezifischer Wärme sie sind.  Es ist das ja beiläufig dieselbe Erscheinung, die wir auf Erden in unserem winterlichen Sonnenschein durch Bestreuung des Eises und Schnees mit feinem Sand verschiedener Korngröße bewirken können.
Natürlich werden diese feinen Sonnenstäubchen am Mare-Eis kaum jemals tiefer einsinken können als etwa 1 bis 3 mm und oft auch nur Bruchteile eines Millimeters.  Wenn aber dasselbe je nach Größe, Alter usw. schon einmal 2-3 mm tief in das Kristalleis eingedrungen ist, so werden bei kräftigeren Koronastrahlbestreichungen die tieferen Poren bald wieder mit Feineis erfüllt oder überdeckt sein, und es wird dann über Mittag jedesmal eine Art von Regelation eintreten, indem die Sonnenstrahlen nicht mehr zu den Wärmesammelnden Stäubchen gelangen können.  Es will dies besagen, daß ein ursprünglich etwa spiegelndes Mare-Eis im Laufe der Jahrhunderte ein immer matterer und später vielleicht auch ganz blinder Spiegel werden muß, oder daß ursprünglich in senkrechter Sonnenbestrahlung ganz dunkel oder dunkelgrün erscheinendes Mare-Eis mit der Zeit fahler und graugrün mit einem Stich ins Bräunliche, Rötliche oder Gelbliche erscheinen muß, wie ja solche Farbentöne besonders der plutonistisch festgelegte Mondbeobachter arglos und gerne vermerken wird.  Trotzdem muß der allmondtägliche Rauhreif am Tropengürtel immer wieder allmonatlich aufgelöst und ringsum in der Nähe der Schattengrenze zum neuerlichen Niederschlag gebracht werden, so daß wir um die Mittagszeit (also bei Vollmond in weitem Bereich der Scheibenmitte) auf die dunklen, weil entreiften Mareflächen von verschiedener Porosität und verschieden matter Spiegelfähigkeit blicken, und dabei das Ganze mit einer Art von feinem Nebelschimmer überlagert sehen.  Und aus dieser verschiedenen Spiegelfähigkeit der Mare muß sich auch eine verschiedene und ziemlich unsichere Polarisation ergeben.  Und dadurch klärt sich auch Barabascheffs Befund, der gar nicht an Eis gedacht, geschweige denn geglaubt hat.

Ein Physiker aber, dem unsere Argumente einleuchten, würde das Eis am Monde mit Polariskop und Bolometer durchaus bestätigt finden, vorausgesetzt, daß er sich mit seinen bolometrischen, polariskopischen und thermo-elektrischen "Resultaten" nicht schon früher auf den "wasserlosen Lavamond" der Nebularhypothese festgelegt hat, und seine Resultate notwendig unbewußt dirigieren und korrigieren mußte.  In solchen unbewußten Korrektionsbestrebungen kann man natürlich auf Ackererde und Lehmsand kommen.


(Bildquelle: "Schlüssel zum Weltgeschehen", Heft 9, Jahrg. 1928, R. Voigtländers Verlag-Leipzig)
Mondkarte von Lohrmann und Opelt


Unter Mitbenützung der von Lohrmann (1822-1836) begonnenen und von dessen Mitarbeitern Opelt (1822 bis 1868) und dem jüngeren Opelt (1852-1874) fortgesetzten - beziehentlich vollendeten - Mondkarte hat der jüngere Opelt mit viel Fleiß auch eine kleinere, physikalisch sehr wertvolle Mondkarte mittlerer Libration von 40 cm Durchmesser angefertigt.  Es ist dies eine Vollansicht des Mondes mit sämtlichen bis damals erkannt gewesenen Objekten in optischer Lichtwirkung und in fortschreitender Phase nach eigenen Beobachtungen im teleskopisch umkehrenden Weltbild dargestellt und gezeichnet (vgl. Mondkarte).  Wir sehen den Vollmond in einer Beleuchtung (eben in fortschreitender Phase!), wie er sich uns eigentlich weder im Teleskop noch in der Kamera jemals darstellen kann.  Der praktisch erfahrene Eisphysiker (vielmehr Eistechniker) muß da den uferlosen Eis-Ozean des Mondes sofort noch viel leichter mit Händen greifen können als am teleskopischen oder photographischen Vollmondbilde!  Es sind zwar die Mare so dunkel gehalten, wie sie im Vollmond mit dem übrigen weißen Relief so auffallend kontrastieren, aber das Licht ist dennoch nicht zenithal und parallel auffallend gedacht, sondern durchaus immer wieder ein wenig von links kommend, um die Plastik des Reliefs besser hervorheben zu können.  Aber dennoch ist das Dunkel der Mare und der großen "Krater"-Innern (Wallebenen) auch in der Nähe des Ost- und Westrandes so tief gehalten, wie bei mehr senkrechter Bestrahlung, nicht aber auch das der Wallebenen (mit der notwendigen Ausnahme des so tiefen Plato) in der Nähe des Nord- und Südrandes.  Es scheint da sogar auch ein wenig korrigiert worden zu sein; denn die Wallebenen der Polarkappen kontrastieren im richtigen Teleskopbilde doch nicht so sehr durch ihr tieferes Eisdunkel, als vielmehr durch die Schattenwirkung der Umwallungen - mit dem ganzen übrigen, durchaus dickbereiften (weißen) Relief der weiteren Polargegenden.

Diese Wallebenen der beiden Polargegenden sind (mit Ausnahme etwa des Plato und Cleomedes) weder im Vollmonde noch in der fortschreitenden Phase so dunkel, wie sie da getuscht erscheinen. - Wohl aber ist es z. B. Grimaldi und Ricoli am Ostrande, und das Mare crisum mit Cleomedes und Firmicus am Westrande.  Wenn die auf der Westhälfte liegenden fünf Mare (nectaris, foecunditatis, crisum, tranquillitatis, serenitatis) viel dunkler gehalten sind, als die vier östlich liegenden Mare (humorum, nubium, procellarum, imbrium), so können wir daraus folgern, daß die westlichen Mare nicht deshalb dunkler sind, weil sie mit Lehmsand oder Ackererde dick beschichtet oder auch nur mit Sonnenstaub dichter bestreut sind, als die östlichen; sondern weil sie die jüngeren Mare sind und daher noch etwas besser spiegeln als die östlichen.  Genauer umschrieben möchte dies bedeuten: In den westlichen Maren spiegelt sich für uns der dunkle Himmelshintergrund etwas weniger matt als in den östlichen; die letzteren sind etwas mehr erblindet, denn sie haben eine etwas poröse Spiegelfläche.  Zudem dürfte unter den östlichen Maren das Mare imbrium das älteste sein, also ein älterer Krustenniederbruch als die südöstlich davon liegenden Mare procellarum, nubium und humorum.  Das Mare imbrium erscheint als der meist erblindete Marespiegel, vielleicht nicht allein wegen seines höheren Alters, sondern auch weil es teilweise in höhere nördliche Breiten hinaufragt als die übrigen, daher dort auch nicht so sehr entreift, sondern auch besser bereift wird und aufgehend bleibt.
Gar nicht entreift wird das nördlichste aller Mare, das Mare frigoris.  Man dürfte es aber nicht deshalb das "Meer der Kälte" genannt haben, weil man dort schon das Eismeer als solches erkannt hat, sondern weil es das polnächste aller Mare überhaupt ist und deshalb selbst am "dürren Lavamond" sich den Paten der Mondformen dafür der Name "Kältemeer" aufgedrängt haben dürfte.  Also eine unbewußt richtige Bezeichnung, aber dennoch wieder sehr unrichtig, weil ja auch die tropischen Partien der Mare solche gefrorene Meere der Kälte sind, bzw. weil ja der ganze Mond ein um die 200 km tiefer, wohl bis auf den Grund erstarrter Ozean ist, wie wir es nicht oft genug wiederholen können.

Eis auf den ersten Blick verraten besonders die radialen Lichtstreifen einzelner "Krater". - Dieselben sind denn auch der Schlüssel zur Geheimpforte, durch die wir zur Welteiserkenntnis vorgedrungen sind.  Denn diese Streifen sind aus der allmondtäglichen Feineisbeschickung und Wiederbereifung allein nicht zu erklären.  Ihre vornehmliche Eigenschaft ist die scheinbar gegenteilige der Mare, nämlich, daß sie immer erst bei Sonnenhochstand über dem betreffenden Mare hell sichtbar werden, und bei Sonnentiefstand, d. h. in der Nähe der Schattengrenze, wieder verschwinden bzw. noch nicht gesehen werden.  Es müssen das also so dicke Lagen von Rauhreif und Feineis sein, daß die Sonne dieselben auch bei Senkrechtbestrahlung nicht wieder auflösen kann, während es aber zu beiden Seiten dieser dickeren Feineislagen mit der nur jeweils eintägigen feinen Eisbestäubung dennoch geschieht.  Dadurch wird erst jener Kontrast in der Helligkeit geschaffen, durch welchen diese Streifen nur bei Sonnenhochstand sichtbar werden.  Die auffallendsten dieser Strahlensysteme sind die dem Tycho, Kopernikus, Kepler und Aristarch entspringenden.  Auf unserer Karte erscheint übrigens auch Aristillus (am Westrande des Mare imbrium) hübsch umstrahlt!

Wer einmal die Eisozeannatur des Mondes erfaßt hat, sieht sofort, daß es sich da nicht um Sprünge in der Mondkruste handeln kann, wie dies besonders Nasmith und Carpenter geltend machen wollten, sondern daß da, wie mit (von den umstrahlten "Kratern" ausgehenden) großen aber sanften Pinselstrichen, eine weiße Materie mit wenig Nachdruck so aufgetragen wurde, daß gewisse Erhebungen zwar eine örtliche Unterbrechung des Streifens bilden, ohne aber die weitere Fortsetzung derselben besonders zu hindern.
Aus der Eisnatur des Mondes und der in unserer "Glazialkosmogonie" flüchtig dargestellten Baugeschichte der terrassierten Eisringwälle ergibt sich der folgende Vorgang zur Erklärung dieser großen Pinselstriche: Wenn durch lebhafte Ringwall-Bautätigkeit schon wieder einmal so viel Flüssiges über die Eiskruste geschafft worden war, daß letztere nicht mehr voll-getragen schwimmen konnte, sondern zum Teil gleichsam auf Gewölbefestigkeit in Anspruch genommen war, so mußte ein Teil dieses Kugelgewölbes irgendwo in größerem Bereiche niederbrechen bzw. tiefertauchen und frisch überflutet und überfroren werden, also ein neues Mar entstehen.  Daß bei dieser Gelegenheit durch die anfangs heftige Verdampfung gerade die Eisufer der kurzdauernden Überflutung mit dickem Rauhreif belegt werden mußten, sie hier nur nebenbei betont.  Doch es folgte dieser Bereifung der höheren Umgebung notwendig die oberflächliche Erstarrung der Überflutung alsbald nach, und ein spiegelblankes tiefschwarz erscheinendes, neues Mare war damit in auffallendsten Kontrast mit dem hellen umgebenden Relief gebracht.  Nachdem so das Schwimmgleichgewicht der ganzen Kugelkruste wieder hergestellt war, konnte das gezeitliche Aus- und Einatmen des Wassers durch die Zentralöffnungen der einzelnen Ringwälle wieder beginnen; und je nach dem Querschnitt solcher Öffnungen und dem Ausmaße der Flutkräfte konnten die lunationsweise aufeinander folgenden Kratererfüllungen vollständige sein, so daß der aus der früheren Bauperiode stammende Wall noch weiter emporgebaut wurde; - oder die Füllungen waren keine völligen, so daß nur innen eine neue Ringterrasse angebaut wurde; oder es kam überhaupt zu keiner Ausbreitung des ersten Wasseraustrittes, und daher nur zum Aufbau eines Zentralkegels, wenn die Öffnung sehr eng und die Atmungskraft nur gering war. 
Nun mußten doch manche der, aus den früheren Bauperioden stammenden Eisringwälle mehrfach radial zerklüftet sein, indem ja das Jungeis der Wälle anfangs stets wärmer sein mußte, als das fundamentale Ureis, und so mit der Zeit Reißspannungen sich ereigneten.  Wurde dann ein solcher radial zerklüfteter Ringwall in der neuen Bauperiode wieder lunationsweise mit Wasser gefüllt, so mußte in dem drucklosen Raume sofort bei Füllungsbeginn eine heftige Dampfentwicklung eintreten.  Der Dunst (Eissublimat!) entwich durch die Radialklüfte weit hinaus; - in der dünnen Gashülle des Mondes wohl auch getragen durch einen gewissen Grad von elektrischer Ladung zufolge der heftigen Verdampfung.  Je heftiger der Wasseraustritt und damit auch diese Verdampfung, desto weiter hinaus war das Eissublimat in der ungemein dünnen Wasserstoffhülle des Mondes getragen und so in radialen Streifen abgelagert.  Obwohl auch das immer nur eine ganz zarte Bestäubung gewesen sein konnte, so war sie doch schon für das erstemal so heftig, daß der Eisstaub mehrere Millimeter dick dalag und so von der nächsten Mittagssonne schon nicht mehr aufgelöst werden konnte.  Bei der nächsten Lunation kam eine weitere Sublimatschicht auf den Streifen zu liegen, so daß dessen Höhe nach Schluß der diesmaligen Bauperiode schon mehrere Zentimeter - vielleicht sogar Dezimeter betrug - und so den Sonnenstrahlen solange widerstehen konnte, bis nicht ein neuer Krustenniederbruch gerade diese Gegend betroffen hat, und damit auch der Lichtstreifen frisch überschwemmt und überfroren und daher auch ausgelöscht wurde.
Hierzu finden wir bei Neison ("Der Mond", 1881) eine bedeutsame, dies bestätigende Stelle: "In verschiedenen Formationen scheinen die Strahlen von der Oberfläche der Mare überdeckt zu werden, fast als wenn sie durch irgend einen Einbruch von der umgebenden Oberfläche verschwunden wären!"  Hier hat uns ein Kenner des Farben- und Helligkeitswechsels am Monde das WEL-Mondeis und die Marsbildung durch Überflutung und Frischüberfrierung bereits so genau objektiv bestätigt, als es unbewußt überhaupt nur denkbar ist.  Hiermit haben wir das Wesentlichste zur Lösung des größten Rätsels der Mondoberfläche eigentlich schon gesagt.


Mit unseren Ausführungen könnte sich die weitere Beantwortung der eingangs erwähnten Frage (Vergleich der Unveränderlichkeit der Mondmare mit dem so raschen Erblassen der dunklen Marslinien) eigentlich schon erübrigen.  Des besonderen Interesses halber wollen wir uns damit aber dennoch ein wenig befassen und Hanns Fischers "Der Mars ein uferloser Eisozean" als vorbereitende Lektüre voraussetzen.


Aus Mars ist zunächst die Intensität der Sonnenstrahlung nur 0,43 von der dem Monde zukommenden Strahlung. 
Und der Marstag hat nur 0,037 der Mondtageslänge.  Somit hat auf Mars das Feineis nur 0,016 jener Möglichkeit, wieder aufgelöst zu werden, die es am Monde genießt.  Dafür haben wir es auf Seite 250 unserer "Glazialkosmogonie" wahrscheinlich gemacht, daß Mars mindestens das spezifisch Zehnfache des lunaren Feineiszuflusses genießt, so daß obiger Relativwert der Auflösungsmöglichkeit gar nur 0,0016 wird.

Nun haben wir bei obigen Mondbetrachtungen noch dem Umstande nicht Rechnung getragen, daß die Erde dem Monde um die Neumondzeit das meiste Feineis wegfängt und auch er in den Quadraturen durch Regionen geht, in denen die Strömungsdichte infolge der beständigen Zusammenraffung eines erborgten Kometenschweifes und verkehrten Kometenkopfes durch und für die Erde gering bleibt, wenn auch der Mond zur Vollmondzeit (am ausgiebigsten bei Mondfinsternissen, vgl. Fig 94 der "Glazialkosmogonie") wieder durch den Feineisschweif der Erde geht.  Wir haben dem gefühlsweise damit Rechnung getragen, daß wir nur ¼ von 0,02 also 0,005 des spezifischen irdischen Feineiszuflusses dem Monde zusprechen.  Also würde sich der obige zweite Relativwert von 0,0016 nochmals auf 0,0004 verkleinern.  Wir sind daher mit unseren Abschätzungen jedenfalls auf der uns ungünstigeren, also für den vorliegenden Zweck sicheren Seite geblieben.
Zusammenfassend könnte man also sagen, daß am Monde das allmondtägliche Feineis mindestens 600- bis vielleicht auch 2000 mal leichter immer wieder aufgelöst wird als das alltägliche Feineis auf Mars!  Das heißt: Es wird dieses alltägliche Feineis auf Mars durch Sonnenstrahlung ebenso bestimmt nicht aufgelöst, wie es am Monde in jeder Lunation ganz bestimmt aufgelöst werden muß.


(Bildquelle: Buch "Der Weg ins Unbetretene" von Hanns Fischer, 1935, Dr. Hermann Eschenhagen/Breslau)
Links oben ist die Sonne zu denken. In der Mitte die Erde. Um die Erde herum, der Mond in seinen verschiedenen Phasen.
Bei den Strichen handelt es sich um das Feineis von der Sonne, das vom Mond und der Erde zusammengerafft wird.


Sollten - so wird man weiterhin fragen - denn die in neuerer Zeit so vielseitig angestellten Temperatur-"Messungen" auf den Planetenoberflächen irrig sein?  Denn irrig müßten diese "Resultate" ja sein, wenn im Sinne der Welteislehre das ganze Planetensystem einschließlich der Monde - und noch dazu mit alleiniger Ausnahme der Erde - ganz unter Wasser und Eis steht!
Wir können vorläufig hier nur sagen, daß solche, der Welteislehre bewußt und unbewußt widersprechende Messungsresultate unter einer durchaus gedankenlähmenden Grundvoraussetzung, - auf Grund einer ganz irrigen - ja physikalisch ganz unmöglichen Arbeitshypothese gewonnen wurden!
Ein Beobachter, der am Monde laut solcher irrigen Grundhypothesen dürre Lava und auf Mars total eingeebnete Tropenkontinente und eine der unserigen ähnliche Atmosphäre voraussetzen muß (Anm.. v. Privatinstitut WEL:  bis heute hat Mars ein Wüstenplanet mit kleinen Polkappen zu sein), kann gar nicht anders als auf beiden Himmelskörpern zu so hohen Mittagstemperaturen gelangen, wie sie uns z. B. in den "Sternen" und "Naturwissenschaften" (auch "Himmelswelt" und "Unsere Welt") als unanfechtbare Tatsachen geboten werden!  Denn immer wieder wird man bewußt oder unbewußt die irdischen Verhältnisse im Geiste zur Kontrolle benützen.  Bewußt oder unbewußt wird man die Frage so stellen: Welche Oberflächentemperatur würde die Erde aufweisen, wenn sie einmal in der Venus- und dann wieder in der Marsbahn umliefe, und dabei den Durchmesser, die Masse und Oberflächenschwere dieser beiden Nachbarn hätte, um den entsprechenden Teil ihrer heutigen (irdischen) Atmosphäre festzuhalten?
Daß keiner dieser beiden Nachbargestirne Kontinente über den Ozean ragen hat, ja, daß beide längst ganz durchkühlt und durchtränkt sind, somit in deren Innern keine thermochemische Wasser-Zersetzung mehr stattfindet, ja, daß beide so tief unter Wasser stehen, daß damit die Seichtheit unseres irdischen Ozeans gar nicht zu vergleichen ist, und daß sie aus allen diesen Gründen beide nur eine reine, ihrer Oberflächen-Schwere entsprechend dünne Wasserstoff-Hülle tragen können und müssen, - das alles fehlt in den Voraussetzungen dieser Temperatur "messenden" und rechnenden Physiker.  Man komme uns nicht mit der berühmten Voraussetzungslosigkeit der Wissenschaft! - Diese würde vielleicht zutreffen, wenn es möglich wäre, diese Planetenoberflächen mit dem Quecksilberthermometer in der Hand zu erreichen.  Aber was muß da nicht alles vorausgesetzt werden, um aus den Bolometerablesungen zu einer errechneten Zahl zu gelangen.  Und besonders: Was wird da nicht alles unbewußt als selbstverständlich vorausgesetzt, was physikalisch ganz unmöglich ist!

Das Richtige wäre, solange das Raketenraumschiff noch auf sich warten läßt (Anm.. v. Privatinstitut WEL: spätestens im Jahre 1969, nach dem Mondflug, wurde Hörbigers Mondeis bestätigt - s. Aktualität der Welteislehre, Punkt 6), sich einmal die Temperaturvorgänge auf einer Normalerde vorzustellen, einer Erde also, die schon ganz wasserdurchtränkt wäre, einen mindestens 100 km tiefen Ozean hätte und nur eine ganz reine, die Oberflächenschwere sättigende Wasserstoffhülle, ohne den dickgasigen Bodensatz aus Sauer- und Stickstoff trüge!  Könnte man dann auch noch der Venus eine der irdischen gleiche Rotation geben, und man könnte mit den Erfahrungen eines Normalerden-Physikers Messungen der Venus- und Marsstrahlung anstellen, so wären die "Resultate" erst noch unsicher, wenn man nicht zu berücksichtigen wüßte, daß es nicht Eigenstrahlung dieser Nachbarn, sondern nur reflektierte Sonnenstrahlung ist, was man da mißt.  Aber zumindest wäre die Möglichkeit ausgeschaltet, daß man bewußt oder unbewußt mit unzulässigen irdischen Voraussetzungen an die ganz anders gearteten Nachbarn herantritt. - Man würde finden, daß gegen die völlige Vereisung des inneren Planetensystems (heute Erde allerdings noch ausgenommen!) weder vom Standpunkte der physikalischen Methoden, noch von dem der visuellen Beobachtung und photographischen Aufnahmen etwas einzuwenden ist.  Aber die, für einen vermeintlich sehr wasserarmen - und dennoch ganz eingeebneten Mars unter rein plutonischen Voraussetzungen "gefundenen" Mittags-Oberflächentemperaturen haben denselben Wahrheitswert, wie die für einen vermeintlichen Lava-Mond bolometrisch und rechnerisch gewonnenen Mittagstemperaturen Frank W. Verys oder verwandter Forscher.

Nachdem Philipp Fauth schon 1906 in seinem Buche: "Was wir vom Monde wissen" das Mondeis allzuflüchtig zur Diskussion gestellt hatte (Das Buch wurde sofort auch ins Englische übersetzt) legte sich 1909 der Münchner Physiker Prof. Ebert in einer Akademieschrift: "Beitrag zur Physik der Mondoberfläche" auf das "glasartige Mondgestein" fest.  Wir lesen bei ihm auszugsweise: "daß die (inzwischen von Barabascheff überholten! - Anm. d. Zit.) polariskopischen Zahlen Landerers doch bereits die Hypothese einer Eisbedeckung ausschließen und definitiv auf die natürlichen Gläser weisen. - Bereits Zöllner schloß aus dem Anwachsen der Helligkeit bei Eintritt des genauen Vollmondes, daß die Mondoberfläche wenigstens zum Teil aus einem nicht nur zerstreut reflektierenden, sondern gleichzeitig partiell spiegelnden Stoffe besteht.  Wir haben in den dunklen Mareflächen des Mondes Überflutungen durch magmatische Massen vor uns, welche infolge rascher Abkühlung glasartig erstarrt sind; ihre glasige Struktur verleiht ihnen einen gewissen Grad von Pelluzidät! (Durchsichtigkeit!).  Von den zahlreichen Erklärungsversuchen verdienen wohl jene eine besondere Beachtung, welche den Mareflächen eine gewisse Durchscheinbarkeit zuschreiben!  Dringt das Licht auch nur wenig in das Material ein, so erscheint das Zurückgehen der Albedo bei höherer Beleuchtung verständlich.  Anderseits ist bekannt, daß ein an sich durchsichtiges Material, wie etwa Eis oder Glas stark lichtreflektierend und rein weiß erscheinend wird, wenn man es pulverisiert!  Schmick glaubte in den Tiefen der Mareflächen noch die Kronen der durch Magmamassen überfluteten Ringgebirge erkennen zu können!"
Ganz abgesehen davon, daß Ebert den polariskopischen Zahlen Landerers allzu großes Vertrauen schenkt, ist es auch leicht begreiflich zu machen, daß ein natürlicher Glasfluß in solchen Mengen unmöglich so dünnflüssig gewesen sein kann, daß er sich bei dem geringen Gefälle und der drohenden raschen Abkühlung auch rasch genug so weit ausbreiten konnte, um diese großen ebenen Spiegelflächen zu bilden.  Und woher der Glasfluß in solchen Mengen und woher die Wärme?  Nur Wasser kann so dünnflüssig sein, ohne hoher Temperaturen zu bedürfen; nur Wasser konnte es am Monde in solchen Mengen geben; und nur Eis kann so durchscheinend sein, wie Schmick es gesehen haben will, und niemals eine natürliche Lava in solchen Mengen, und sei sie von noch so natürlicher Glasartigkeit!  Und gesetzt: Der Mond wäre wirklich von der Erde abgeschleudert worden (entsetzlich phantastisch!) und die Pazifikwanne wäre die Narbe, - warum dann überhaupt Glasfluß?
Ist pulverisiertes Eis nicht ebenso rein-weiß und stark zerstreut-Licht-reflektierend, wie pulverisiertes Glas?  Wo aber haben wir in der Natur das letztere in solchen Mengen zur Verfügung, um auch am Monde das ganze höhere Relief damit so dick bedeckt annehmen zu dürfen, wie es sich dem nicht auf Glasflüsse unrettbar Festgelegten sofort als mit "pulverisiertem Eis" (solifugales Feineis, autochthoner Rauhreif!) bedeckt von selbst ergibt, wenn der nebular-hypothetische und rein-plutonische Bann durch die Welteislehre doch schon einmal gebrochen erscheint?  Unsere winterlichen Schneelandschaften und die Firne der Hochgebirge lassen ebenso gewiß auf das häufige Vorkommen "pulverisierten Eises" in der Natur schließen, wie die Bildung hoher Zirren mit absoluter Sicherheit dessen kosmische - bzw. solare Herkunft beweisen! - Daß wir uns in den Zirren, im Schnee und Firn nicht bloßes Eispulver, sondern kristallische Eisnadeln und Sternchen zu denken haben, ändert an der optischen Wirkung nur wenig.

Bevor wir nun zum Schlusse eilen, wollen wir noch über die Färbung einzelner Mondstellen einiges aus Neison: "Der Mond" (1881) entnehmen und vom Welteisstandpunkt aus zu begründen suchen.  Wir lesen da auf Seite 53/54 auszugsweise: "Außer den erwähnten Helligkeitsunterschieden der verschiedenen Teile der Mondoberfläche gibt es da ebenso deutliche spezifische Differenzen in der erkennbaren Farbe, ganz besonders, wenn günstige Bedingungen gegeben sind.  So erscheint der ganze mittlere Teil des Mare renitatis in seiner entschieden hellgrünen Färbung, während im Mare humorum ein etwas dunklerer grüner Ton vorherrscht und eine schwächere aber ähnliche Erscheinung im Mare crisum bemerkbar ist.  Das Mare frigoris scheint ebenfalls von matten schmutzig-gelblichem Grün, zeitweise mehr bräunlich-gelb als grün, und eine ähnliche Erscheinung ist unter günstigen Bedingungen im Mare imbrium zu entdecken... Die Oberfläche des Mondes zeigt jeden Ton von blassem Gelb, Grau, Weiß, und an vielen Stellen geht das Gelb fast in ein blasses Braun über."  Ein weiteres Eingehen auf Neisons Farbenschilderungen würde uns hier zu weit führen.
Zunächst also über die bloßen Helligkeitsunterschiede im Weiß: Alles Weiß des höheren Reliefs und der hellen Streifen in den Maren kommt nicht vom kompakten Eis sondern vom "pulverisierten" Eise, d. h. vom daselbst nicht wieder auflösbaren Feineis und Rauhreif.  Dort, wo dieser Belag durch Regelation eine Art von Glasur erhalten hat, wird der Glanz des Vor- und Nachmittags ziemlich unabhängig von der Höhe der Beleuchtung sein, weil es da keine solchen Rauhheiten und Höckerchen gibt, die sich bei schräger Beleuchtung gegenseitig beschatten und so ein verschiedenes Grau hervorrufen könnten.  Dafür kann aber eine solche beiläufig horizontale Fläche um die Mittagszeit partiell spiegeln! - Ist die Fläche aber etwas nach Osten oder Westen geneigt, so kann ein solches Spiegeln auch zu gewissen Vor- und Nachmittagsstunden eintreten! - Darauf beziehen sich wohl auch die von Neison erwähnten "günstigen Bedingungen", unter welchen auch ein "Opalisieren" eintreten kann, das Neison auch erwähnt. 
Hat aber der Belag mehr die äußere Rauhreif-Form, so werden sich die Pflänzchen um so mehr gegenseitig beschatten, je niedriger die Beleuchtung ist, so daß das mittägige Hellweiß aus einem vormittägigen dunklen und immer heller werdenden Grau hervorgeht, um dann am Nachmittag wieder in ein immer dunkler werdendes Grau überzugehen.  Ein mittägiges Opalisieren wird da schon schwerer zu erkennen sein.  Soviel also über die bloßen Abstufungen vom hellsten Weiß bei Sonnenhochstand bis zum dunkelsten Grau des morgens und abends - bzw. in der Nähe der Schattengrenze; und auch das nur im höheren Relief, wo das Grün des kompakten Mareeises und die Wirkungen des feinen Sonnenstaubbelages, wie schon früher besprochen, doch nicht mitspielen können.  Denn die eisenhaltigen Sonnenstäubchen können sich nur am Mareeis in langen Zeiträumen (Jahrhunderte und -tausende) so dicht sichtbar ansammeln, daß sie trockenkalt als rötliche, bräunliche oder schmutziggelbliche Farbbeimischung in Betracht kommen können. - Sie sammeln sich zwar auch am weißen Relief in derselben Dichte an, doch werden sie dort immer wieder mit dem täglichen Feineis- und Rauhreifbelag zugedeckt, ohne wieder aufgedeckt werden zu können.
Es ist also klar, daß alle Arten von Grünbeimischungen durch das bekannte Dunkelgrün des kompakten Mareeises bestritten werden können, so daß wir der lunaren "Vegetation" Pickerings u. a. durchaus entraten können.  Allerdings löst sich eisenarme Hochofenschlacke, dem Regen ausgesetzt, mit der Zeit auch zu einem grünlichen, bläulichen und bräunlichen Brei auf.  Aber damit können wir am Monde nicht gut rechnen, weil wir dort trotz des um 200 km tiefen Eisozeans kein rechtes Lösungsmittel (Wasser!) für den eisenhaltigen Sonnenschlackenstaub haben, da ja am Monde der Schmelzpunkt des Eises schon unterhalb des Gefrierpunktes liegt! - Wir bedürfen ja aber dieses mineralischen Grüns am Monde auch nicht, weil wir ja des dunkelgraugrünen Mareeises genug haben.  Nur für die schmutziggelbe und braune und rote Beimischung zum Weiß, Grau und Grün bedürfen wir der Sonnenstäubchen, die wir ja auch schon überzeugend abgeleitet haben.
Nun liest man aber bei Neison auch von einem zarten goldgelben Schimmer.  Daß ein solcher mit der Ackererde der Polariskop-Physiker am allerschwierigsten zu erklären wäre, versteht sich von selbst.  Aber unter gewissen Beleuchtungsbedingungen erscheinen uns ja auch die eisigen Höhen der Alpen selbst zur Hochsommerzeit im goldgelben Schimmer, so daß das für uns eigentlich kein Färbungsproblem des Mondes mehr zu sein braucht!


Beschließend noch einiges über das so schwer zu definierende Rot des Mars und die unstimmige Albedo von Merkur und Venus im Vergleiche mit Mars und Mond.  Das zarte Rotbraun des ersteren hat man vielfach mit dem Farbenton gewisser Ledersorten verglichen.  Da kommen uns zum Unterschiede vom Monde die all-Mars-jährlich vor unseren Augen sich vollziehenden Eiskrustenüberflutungen zustatten.  Dieselben lösen das alles bleichende Feineis immer vollends auf, lassen aber den, aus großen Zeiträumen angesammelten Sonnenstaub größtenteils liegen, jedoch, wenn in dünnen Schichten fließend, nicht ohne auch etwas Rostlösung aufzunehmen.  Es kann also eine dünne Frischüberfrierung teils zufolge solcher Rostlösung, teils zufolge des von früher daliegenden und nun vom überdeckenden Feineis befreiten Sonnenstaubes eine zart roströtliche Färbung erkennen lassen, besonders, wenn solche dünne Jungeisschichten mit der Zeit wieder in den amorphen (feinrissigen) Zustand übergehen.

Vielfach wird uns auch die meist sehr verschieden angegebene Albedo des Merkurs (0,07), der Venus (0,59), und des Mars (0,15) entgegengehalten, daraus hervorgehen soll, daß deren Oberflächenbilder nicht einheitlich auf je einen uferlostiefen Ozean bzw. den darauf freischwimmenden Eiskugelkrusten zurückgeführt werden könnten, abgesehen noch von den thermischen Schwierigkeiten, die uns da besonders bei Venus und gar Merkur erwachsen sollen.  Die Sache wird aber sofort stimmig, wenn man Bahnexzentrizität, Ozeantiefen, Sonnenfernen und spezifischen Feineisanflug mit in Betracht zieht.  Die Erde und Mond zum Vergleich einbeziehend, ergibt sich der folgende Überblick:

Planet
Exzentrizität
Ozeantiefe
Feineisanflug
"Albedo"
Merkur
0,2056
5-7 km
0,314
0,07?
Venus
0.0068
44-50 km
1,623
0,59
Erde
0,0167
2,7 km
1,000
0,45?
Mars
0,0933
420-450 km
0,2
0,15?
Mond
-
180-200 km
0,02-0,25
0,07?

Aus diesen Ozeantiefen ersehen wir zunächst, daß wir Verdoppelungen der dunklen Linien (Randüberflutungen immer wieder aufbrechender alter Risse) ganz ausschließlich nur auf Mars erwarten dürfen, weil nur bei einer derartig großen Ozeantiefe die ersten Ureistafeln aus der Zeit des ersten uferlosen Freischwimmens einer zusammenhängenden Eiskugelkruste heute schon so weit auseinander gewichen sein können, daß sich so namhaft breite Jungeisstreifen dazwischen bauen konnten.
Aber auch nur Mars hat das Vorrecht zu so großer Ozeantiefe (aus seiner Mischdichte und einer seiner Ballungszone entsprechenden Kerndichte errechenbar!), da er ja den Grenzwächterposten gegen den Eis-Planetoiden-Andrang inne hat: Deimos und Phobos hatten Zehntausende von ähnlich winzigen, aus der intrajuvenonischen Planetoidenzone stammenden Vorläufern.  Und auch nur der Marsozean wird gleichsam von unten her aufgepumpt, weil nur seine kleinen Monde bei deren Angliederung die Kruste jeweils durchschlagen können, während Merkur und Venus ihre Durchtränkung und ihren Ozean nur mit der Krustenoberfläche aus dem Roh- und Feineiszufluß ansammeln konnten.  Selbst wenn wir der Venus 50-60 km Ozeantiefe zuerkennen wollten, so könnten deren Ureistafeln unmöglich so breite Jungeisstreifen zwischen sich gebaut haben, als daß die gelegentlichen Wasseraustritte nicht ineinander fließen sollten, falls manchmal auch da engdoppelgleisige Risse auftreten sollten.
Daß aber auf Venus Krustenrisse selten sein müssen, ergibt sich wieder aus der so geringen Bahnexzentrizität im Verhältnis zu Merkur und Mars.  Dieselbe hat nämlich zur Folge, daß der Venusozean einer nur geringen Jahresflutatmung unterliegt; d. h. es werden in der Venuseiskruste nur selten alte Risse aufspringen; und wenn, so wird nur wenig Wasser jeweils austreten und die dick aufliegende Feineisschicht durchtränken und so streifenweise dunkel färben. Unseres Wissens sind auf Venus auch nur einmal schmälere Streifen sehr auffällig gesehen worden, und zwar auf dem ausgezeichnet situierten Flagstaffobservatorium Lowells am trockenen Coloradoplateau Arizonas.  Die Abb. 60 unserer "Glazialkosmogonie" hat Lowells Zeichnung dieser Venusstreifen festgehalten.


(Bild- u. Textquelle: Hörbigers-Fauth Glazialkosmogonie, S. 145, Ab. 60, 2. Aufl., Jahrg. 1925, R. Voigtländers Verlag-Leipzig)
Das teleskopische Weltbild des Planeten Venus nach Lowell zum Vergleiche mit Erde und Mars;
links die Glacialsphäre entfernt und Schnitt durch den Ozean und durchtränkten Planeten.



Der Liebhaberastronom Lowell  ist ob dieser Streifen auch allseits bekämpft worden, weil sie von sonst niemanden, ja selbst auch von Lowell nicht wieder gesehen worden sind.  Und gerade diesen Umstand darf die Welteislehre als einen ihrer vielen, von selbst sich ergebenden Beweise buchen, weil solche schmale dunkle Venusstreifen mit größeren Flecken in deren Schnittpunkten nur von kurzer Sichtbarkeitsdauer sein können, da der Eisschlamm, nach Herstellung des neuen Schwimmgleichgewichts in der Kruste, bald wieder erstarrt und im dichtesten Feineisanflug der Venus bald wieder weiß gefärbt wird.  Wenn daher auf Venus dunkle Streifen und Flecken auftreten, so ist es nur ein glücklicher Zufall, wenn irgendein gut situierter Beobachter sie erhaschen und festhalten kann.  Denn schon in den nächsten Nächten ist davon nichts mehr zu sehen, wenn nicht etwa der Solifugalstrom gerade besonders dünn fließt.  Und das ist wohl auch der Grund, warum Lowell und Schiaparelli aus der unbeweglichen und kurzen Sichtbarkeit von Venusflecken und Streifen nur auf eine mondähnliche Rotation der Venus rieten. - Die geringe Bahnexzentrizität ist es also, die auf Venus wenig Flecke und auch diese nur selten sehen läßt.

Ander liegen die Dinge aber bei Merkur! - Die auffallend große Bahnexzentrizität und kurze Umlaufszeit verschulden hier die heftigste Jahresflutwirkung im ganzen (mit Ausnahme der Erde) tief überfluteten Planetensystem.  Ohne Rotation gegenüber der Sonne wechselt die Krustenform im größten Maßstabe zwischen einem etwas schlankerem Ei (im Perihel) und einem dralleren im Aphel.  Diesen ausgiebigen und raschesten Verformungen ist auf Merkur die geringe Elastizität der freischwimmenden Eiskugelkruste noch viel weniger gewachsen als die Marsozeankruste den ihrigen.  Und ähnlich wie auf Mars, herrscht in den Bahnstücken des Perihel und Aphel verhältnismäßig Ruhe, dagegen in den beiden dazwischen liegenden Bahnvierteln (besser Dreiachteln!) wieder noch viel mehr Leben, als auf Mars in denselben Bahnvierteln oder Dreiachteln.  Denn in diesen Bahnvierteln ändern sich die Flutkräfte von einem Tag zum anderen rasch, so daß besonders hier die alten Krustenrisse immer wieder aufbrechen und viel Wasser austreten lassen, und so durch die Feineisdurchtränkung von unten jene bekannten breiten Streifen und dunklen Flecke erkennbar machen, die jene geringe Mischalbedo (0,07) verursachen gegenüber einer Mischalbedo von fast 0,6 der auf fast kreisrunder Bahn umlaufenden Venus! -

Man darf es wohl als ein Charakteristikum der Welteiswahrheit buchen, wenn man aus der großen Verschiedenheit der Bahnexzentrizität zweier so nahe benachbarten Planeten auf das arge Mißverhältnis der Albedo und des Weltbildes schließen darf, und zwar trotz sonstiger physikalischer Nahverwandtschaft dieser beiden.
Wir haben aber auch schon die Abweichung des Weltbildes auf Mars aus der größeren Ozeantiefe und Sonnenferne bzw. geringeren Feineisstromdichte, und die Abweichung des Mondbildes nebstbei aus seinem Trabantentum heraus verstehen gelernt!  Und wir haben ferner alle Ozeantiefen aus den uns von den Astronomen gebotenen verschiedenen Mischdichten allein errechnen können, indem wir die Ballungszone des Mondes außerhalb der auch ihrerseits sehr erweiterten Marsbahn verlegten, und so eine plausiblere Dichtenabnahme der Planetenkerne von der Sonne nach auswärts in Rechnung ziehen durften.
Wir haben also die äußerlich so grundverschiedenen Weltbilder von Merkur, Venus, Mond und Mars aus ihrer inneren physikalischen Einheitlichkeit heraus im großen ganzen verstehen gelernt!

"Die Natur liebt es nicht, sich selber zu kopieren; sie ist reich genug Individuen zu schaffen und weiß trotzdem Einheit in der Mannigfaltigkeit zu bewahren!"  Soweit dies die Planetenwelt betrifft, finden diese Worte eines bedächtigen Mondkenners erst durch die Welteislehre ihre volle Bestätigung. 
Und von den drei großen Wallebenen: Maginus, Clavius und Longomontanus am Monde (50-60° südl. Breiten und 5-20° östl. Länge) hat schon Mädler gesagt: "Wenn es einst gelingen sollte, diese selenogenetischen Hieroglyphen zu deuten, so wäre ein großer Fortschritt in der Physik der Himmelskörper gewonnen!"  Wir haben aber aus der uferlosen Eisozeannatur des Mondes nicht nur diese drei Hieroglyphen - sondern die ganze Mondoberfläche und die Herkunft des Mondes überhaupt, einheitlich gedeutet und - eine ganz neue Kosmogonie hat sich uns aus dieser Monddeutung von selbst aufgedrängt.  Somit hat Mädler mit seiner Ahnung auch recht behalten.

Natürlich bedarf auch unserseits die Klarstellung der Flecken- und Streifenbildung auf den hier betrachteten vier Planeten noch eines besonderen Buches, darin vor allem der Wärmetechnologie und Astrophysik des Welteises ein größeres Kapitel gewidmet werden müßte, um die Sache samt deren weiteren Ergebnissen auch für die auf die Nebularhypothese und deren Surrogate Festgelegten glaubhaft zu machen.  Besonders für Leser, die sich vorläufig von der allseits beglaubigten Treibhaustemperatur und Vegetation auf Venus noch immer nicht losmachen konnten, ist ohne solches Buch trotz der vorliegenden Überredungsversuche ein dick eisüberkrusteter Venus- und Merkurozean ebenso undenkbar (das wissen wir!), wie das Mondeis unter der 14 tägigen Sonnenstrahlung.

Hanns Hörbiger


(Aufsatzquelle: Monatsheft "Der Schlüssel zum Weltgeschehen", S. 291-298, Heft 9 und S. 335- 343, Heft 10, Jahrg. 1928, R. Voigtländers Verlag-Leipzig)